Smart Stores eröffnen neue Möglichkeiten im B2B Marketing: automatisiert, datengestützt, skalierbar und rund um die Uhr verfügbar. Wie Unternehmen diese Schnittstellen strategisch nutzen können, zeigt ein Praxisbeispiel aus dem Industrieumfeld.
Im B2B Marketing dienen Smart Stores als Testfläche für datengetriebene Strategien und als Touchpoint im Omnichannel-Modell.
Die Digitalisierung des Einzelhandels schreitet voran – nicht nur im E-Commerce, sondern auch im stationären Vertrieb. Ein zentrales Format in dieser Entwicklung sind sogenannte Smart Stores: vernetzte, automatisierte Verkaufsstellen, die ohne Personal rund um die Uhr betrieben werden können. Für B2B Unternehmen in Marketing, Kommunikation und Vertrieb eröffnet dieses Format eine neue Perspektive – als Testfläche für datengetriebene Strategien, als Touchpoint im Omnichannel-Modell oder als Pilot für skalierbare Markteinführung.
Neue Rollen im B2B Marketing: der Store als Echtzeitkanal
Für B2B Marketingverantwortliche bedeutet das Konzept „Smart Store“ mehr als eine technologische Spielerei. Es geht um neue Kanäle für datenbasierte Kundenansprache: Wo früher Point-of-Sale-Kampagnen auf manuellen Prozessen basierten, erlauben heutige Systeme eine direkte Verbindung zwischen Content, Preisstrategie und Kaufentscheidung. Promotionen lassen sich beispielsweise über die SAP Business Technology Platform (BTP) in Echtzeit aussteuern – etwa über Electronic Shelf Labels, die bei Aktivierung einer Rabattaktion automatisch den Preis ändern und anschließend wieder zurücksetzen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) im Industriebereich kann das Modell Smart Store als Pilotfläche dienen: zur Einführung neuer Produkte, zur Messung lokaler Kaufverhalten oder für interaktive Brand-Erlebnisse – ohne aufwendig geplantes Personal. Zudem lässt sich ein Store gezielt in bestehende Omnichannel-Architekturen integrieren: von der Webshop-Bestellung bis zur kontaktlosen Abholung.
Operative Skalierung auf stabiler Technologiegrundlage
Smart Stores benötigen eine zuverlässige technische Infrastruktur. Erst durch das nahtlose Zusammenspiel von Kassensystemen, Sensortechnik und zentral gesteuerter Systemlandschaft lässt sich ein dauerhaft reibungsloser Betrieb sicherstellen. Für B2B Vertriebsverantwortliche bedeutet das: Neue Kanäle müssen nicht nur eingeführt, sondern auch in bestehende Abläufe integriert und konsequent prozessorientiert gedacht werden. Besonders die modulare Erweiterbarkeit von Smart Stores – etwa für Einsätze im ländlichen Raum, auf Events oder in Industrieparks – macht das Konzept besonders attraktiv für mittelständische Unternehmen mit Wachstumsperspektive.
Daten als Grundlage für Touchpoint-Exzellenz
Die Qualität der Stammdaten entscheidet über die Funktionsfähigkeit. Produktinformationen, Preise, Einheiten, Verfügbarkeiten – alles muss systemübergreifend harmonisiert sein. Wer das nicht beachtet, riskiert inkorrekte Abrechnungen, leere Regale oder fehlerhafte Kampagnenausspielung. Gleichzeitig ermöglicht diese Datenbasis zielgerichtete Vertriebssteuerung und Kampagnenoptimierung – etwa durch die Analyse von Kaufzeitpunkten, Sortimentsrotationen oder Aufenthaltsdauer im Store.
(Bild: retailsolutions)
Der „S.Mart“ Store als Praxisbeispiel
Wie Smart Stores im Echtbetrieb funktionieren können, zeigt der neue „S.Mart“ Store auf dem SAP-Campus in Walldorf. Dort haben SAP und Aramark gemeinsam mit dem SAP-Beratungsunternehmen retailsolutions einen vollständig autonomen Convenience Store aufgebaut. Die Lösung basiert auf der SAP S/4HANA Public Cloud for Retail und kombiniert RFID-Technologie, Kameraüberwachung und Self-Check-out-Stationen. Für SAP-Mitarbeitende bedeutet das: 24/7-Zugang zu einem Sortiment aus etwa 300 Artikeln – ganz ohne Personal. Für retailsolutions bestand die Hauptaufgabe in der Migration der Stammdaten und der Anbindung zentraler Cloud-Prozesse. Warum das relevant ist? Weil selbst der smarteste Store nur dann zuverlässig funktioniert, wenn Produktdaten, Warengruppen und Preisinformationen korrekt und konsistent hinterlegt sind. Der „S.Mart“ beweist: Datenqualität ist der Schlüssel zur Automatisierung – und damit auch zur Customer Experience.
Perspektive: vom Verkaufsort zur Customer Intelligence
Smart Stores sind keine Insellösungen – sie sind Bausteine moderner Vertriebsstrategien. Wer den stationären Kanal als Teil einer ganzheitlichen Customer Journey begreift, kann zielgenaue Insights generieren, neue Marktsegmente testen oder regionale Kampagnen lokalisieren. Gerade im B2B-Marketing bieten sich hier Ansatzpunkte für personalisierte Onsite-Erlebnisse, messbare Interaktionen und unmittelbares Feedback. Für Kommunikationsverantwortliche heißt das: Der Store wird zur realen Plattform für Markenpositionierung – technisch präzise und strategisch steuerbar.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Fazit: strategischer Mehrwert durch smarte Store-Konzepte
Smart Stores stehen für mehr als Automatisierung: Sie sind ein Impulsgeber für strategisches Wachstum, für digitale Markenführung und operative Effizienz. Wer heute damit experimentiert, verschafft sich echte Wettbewerbsvorteile – vorausgesetzt, die Datenbasis ist solide und der Roll-out gut orchestriert. Für KMUs im Industrie- und Technologiesektor ergibt sich so ein Zugang zu skalierbaren, digitalen Vertriebskanälen – mit Potenzial für innovative Geschäftsmodelle und effektive Kundenbindung.