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Zielgruppenansprache mit Bewegtbild Content Über Emotionen starke Kundenbindung aufbauen

Autor / Redakteur: Claudia Ballhause* / Viviane Krauss

Mit purem Text ist der heutige Customer nur noch schwer zu erreichen. Nichts ist wirksamer als bewegte Bilder, wenn über Emotionen eine Kundenbindung aufgebaut werden soll.Woran liegt es aber, dass nicht viel mehr Unternehmen Bewegtbild Content einsetzen? Und wie funktioniert das Format?

Egal ob Marketingkampagne, Produktvideos, Erklärfilme, E-Learining oder Produktmanagement – Videos schaffen immer einen Mehrwert
Egal ob Marketingkampagne, Produktvideos, Erklärfilme, E-Learining oder Produktmanagement – Videos schaffen immer einen Mehrwert
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Zahlreiche Studien haben es gezeigt: Bewegtbild und animierte Elemente erhöhen die Wahrnehmung von Kampagnen und anderen Marketingmaßnahmen. Eine Untersuchung des deutschen Marktforschungsinstituts Mediaanalyzer hat ergeben, dass Werbung mit Bewegtbild Content etwa 30 Prozent mehr wahrgenommen wird als normale bildliche Darstellung. Die Befragten bescheinigten den digitalen Formaten zudem im Mittel eine höhere Attraktivität (plus zwölf Prozent) und empfanden sie als origineller (plus 14 Prozent).

Die potenzielle Zielgruppe wird also nicht nur vom ersten Augenblick an in den Bann gezogen, sondern der leichter verdauliche Content in Form eines Videos passt auch besser zum heutigen Nutzerverhalten. Die Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer, das heißt Markenbotschaften müssen umso schneller übermittelt werden. Bewegtbilder sind dafür das optimale Format. Außerdem belegen empirische Befunde die positiven Effekte von Erklärvideos für kognitive Faktoren wie den Wissenszuwachs. Und weiterhin: Mit Videos lassen sich Sprachbarrieren überwinden.

Hochwertigen 2D oder 3D Bewegtbild Content auch mit kleinem Budget produzieren

Laut Cisco Internet Report wird das Bewegtbild bis 2020 82 Prozent des Internet Traffics ausmachen. Auch wenn die Zahl für sich spricht, gibt es immer noch Unternehmen, die das Thema Video-Marketing vernachlässigen. „Die meisten schrecken vor hohen Produktionskosten zurück, dabei kann man hochwertigen 2D oder 3D Bewegtbild Content auch mit einem kleineren Budget realisieren“, weiß Heidi Ziegler, Geschäftsführerin der Blue Silver GmbH, wo digitale Inhalte wie 2D, 3D und Virtual Reality Anwendungen produziert werden. Für sie passt es nicht zusammen, dass einerseits überall die Buzzwords Digitalisierung und digitale Transformation zu hören sind und andererseits übersehen wird, dass auch die Zielgruppen verständlicher angesprochen werden müssen. „Bewegtbild Content ist dafür unerlässlich“, so Ziegler.

Vor allem Firmen aus dem Mittelstand merken, dass die Investition für eine Content Produktion nicht zu hoch ist und dass die unbegrenzten technischen Möglichkeiten einen Einsatz auf vielen verschiedenen Kanälen möglich machen. Sei es die eigene Webseite, Social Media Post, Verkaufsgespräch oder Messen – das Video erfüllt in allen Fällen seinen Zweck. Heidi Ziegler sieht dennoch enormes Wachstumspotenzial, vor allem im B2B-Bereich. Auch wenn man meinen könnte, der Markt sei gesättigt, so geben ihr die Zahlen Recht, wie eine HubSpot-Studie zeigt. Laut dem Report „The Future of Content Marketing“ wünschen sich 53 Prozent der Befragten mehr Videoinhalte und 71 Prozent der internationalen Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie online mehr Videos konsumieren als noch vor einem Jahr.

Das Storytelling als wichtigstes Marketinginstrument für die Kundenbindung

Wenn sich ein Unternehmen für Marketing mit Bewegtbild Content entscheidet, steht es vor einer ganzen Bandbreite von Möglichkeiten. 2D, 3D, Virtual Reality – welches Format ist am besten geeignet? „Bei allen neuen Umsetzungsmöglichkeiten, die viel Raum für Kreativität schaffen, zählt nach wie vor das Kommunikationsziel. Zuerst sollte man sich fragen: Welcher Nutzen soll gezeigt werden? Was macht das Produkt besonders? Daraus ergibt sich dann das Format“, weiß Heidi Ziegler aus Erfahrung. Vorrangig geht es beim Erstellen des Videoskripts darum, Geschichten zu erzählen und Emotionen zu wecken. Das Storytelling ist heute eines der wichtigsten Marketinginstrumente für die Kundenbindung.

Welches Format zum Einsatz kommt hängt auch davon ab, welchen Zweck der Bewegtbild Content hat. Soll ein neues Produkt über Social Media oder auf Events vorgestellt werden, sind sicher 2D Motion Design-Videos und der 3D-Produktfilm die bessere Option. Für E-Learning-Zwecke haben sich Erklärfilme durchgesetzt; der Einsatz von 3D-Brillen und Virtual Reality-Anwendungen im E-Learning sind auf dem Vormarsch. Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr breit und reichen von experimenteller Chirurgie über technische Produktschulungen bis hin zu virtuellen Welten in Wasserrutschen. Für Unternehmen sind vor allem Produktvideos in 3D immer wichtiger, die die physische Präsentation auf einer Messe ersetzen – sie machen Produkte greifbar, selbst wenn es noch keinen Prototypen gibt.

Videos schaffen Mehrwert

Diese praktischen Beispiele veranschaulichen den großen Vorteil von Bewegtbild Content: Er liefert durch das Wecken von Emotionen einen Mehrwert und unterhält den Nutzer. Bewegte Bilder bleiben in Erinnerung, das gilt erst Recht für Bewegungen in der Virtual Reality, bei der ein Techniker zum Beispiel virtuell ein Flugzeug repariert. Geht es um Marketing, so rät Ziegler, dass das Bewegtbild Format nicht länger als zwei Minuten dauert. Innerhalb der ersten 30 Sekunden sollte die Hauptaussage fallen, ansonsten kommt es zur gefürchteten Abwanderung.

Der leichteste und auch günstigste Weg, um 3D Bewegtbild Content zu produzieren ist auf Grundlage von CAD-Daten aus CAD-Programmen. Aber auch Fotos oder bereits gedrehte Videos können verwendet werden. Wenn kein Bildmaterial vorliegt, kann per Hand oder am Computer gezeichnet werden.

Bewegtbild Content ist ideal, um das Branding zu unterstützen und die Markenbotschaft zu übermitteln. Kein anderes Medium ruft so leicht Emotionen hervor und schafft es darüber eine starke Kundenbindung aufzubauen. Egal ob Marketingkampagne, Produktvideos, Erklärfilme, E-Learining oder Produktmanagement – Videos schaffen immer einen Mehrwert. Dabei ist die Produktion auch mit einem kleineren Budget möglich.

*Claudia Ballhause ist IT-Journalisten für Wordfinder PR

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