„State of Inbound“-Studie 2018

Video-Plattformen werden zu wichtigen Kanälen für Content-Verbreitung

| Redakteur: Lena Höhn

Immer mehr Marketer setzen für die Content-Verbreitung auf YouTube (83 Prozent), Facebook Video (77 Prozent) oder Instagram (42 Prozent).
Immer mehr Marketer setzen für die Content-Verbreitung auf YouTube (83 Prozent), Facebook Video (77 Prozent) oder Instagram (42 Prozent). (Bild: gemeinfrei / CC0)

Welche Zielsetzungen und Herausforderungen haben Marketer und Vertriebler und welche Trends zeichnen sich für die Zukunft ab? Dies zeigt die „State of Inbound“-Studie 2018, für die 6.200 Fachkräfte verschiedenster Branchen und Unternehmensgrößen aus 99 Ländern befragt wurden.

Marketingprioritäten: Bestandskundenpflege wird wichtiger

Die Top-Ziele der DACH-Marketer für das kommende Jahr bestehen darin, den Traffic auf ihren Websites zu erhöhen (58 Prozent) und Leads in Kunden zu konvertieren (57 Prozent). Im Anschluss an die Neukundengewinnung geht es darum, mehr Einnahmen aus bestehenden Kunden zu generieren (46 Prozent), da die Pflege von Bestandskunden ein wichtiger Faktor für das Wachstum von Unternehmen ist. Immer mehr Verantwortliche werden sich bewusst, dass die Neukundenakquise oftmals deutlich zeit- und kostenintensiver ist als die Kundenbindung, und erkennen das Potenzial, mit langjährigen Kunden gemeinsam zu wachsen. Es ist daher davon auszugehen, dass Unternehmen künftig mehr in ihre Bestandspflege und in die Beziehungen zu ihren Stammkunden investieren werden als bisher.

Effektivität: Glaube an die eigenen Marketingmaßnahmen wächst

Während 2017 nur knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten aus dem DACH-Raum an die Effektivität ihrer Marketingstrategien glaubten, sind die Befragten 2018 überzeugter von ihren eigenen Maßnahmen: Gut drei Viertel (77 Prozent) halten die eigene Marketingstrategie für effektiv. Damit sind die Umfrageteilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum sogar optimistischer als der internationale Durchschnitt mit 71 Prozent.

Zukunft des Marketings: Run auf YouTube und Facebook Video

Die Studie von HubSpot zeigt zudem, dass Unternehmen in der Kommunikation mit ihren (potenziellen) Kunden umdenken. Statt bezahlter Werbung spielt Content-Marketing eine deutlich größere Rolle als noch vor einigen Jahren. Für die Content-Verbreitung wollen immer mehr Marketer auf YouTube (83 Prozent), Facebook Video (77 Prozent) oder Instagram (42 Prozent) setzen. Damit werden vor allem die Video-Plattformen nach den Aussagen der Befragten im DACH-Raum im kommenden Jahr einen sprunghaften Anstieg erleben, denn diese Kanäle werden mit Abstand am häufigsten priorisiert – im Vorjahresvergleich von mehr als doppelt so vielen Marketern (2017: YouTube 41 Prozent, Facebook Video 37 Prozent). So ist Inken Kuhlmann-Rhinow, Senior Manager Growing Markets bei HubSpot, der Meinung, dass Marketer gefordert sind, für die Kundenansprache neue Kanäle zu erschließen und geeignete Inhalte für die neuen Content-Formate zu entwickeln, um den Anschluss an die Zielgruppe nicht zu verlieren.

Vertrieb: Kontaktaufnahme per Telefon und E-Mail immer schwieriger

Die Verschiebung bei den Kanälen für die Kundenansprache wird auch im Vertrieb zunehmend spürbar. Die traditionelle Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail führt bei den Vertriebsmitarbeitern immer seltener zum Erfolg. Dies ist ein Trend, der sich bereits in den vorangegangenen „State of Inbound“-Studien abzeichnete. So gaben 42 Prozent bzw. 37 Prozent der Befragten an, dass die telefonische oder E-Mail-basierte Neukundenakquise schwieriger wird. Im Vorjahr lag die Anzahl der Antworten noch jeweils bei 38 Prozent bzw. 24 Prozent. Ein Grund hierfür könnte auch die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sein, die die Kontaktaufnahme strengeren Regulierungen unterwirft.

Laut Gregor Hufenreuter, Director Sales DACH bei HubSpot, funktioniert Die herkömmliche Herangehensweise der Lead-Generierung durch Vertriebsmitarbeiter immer weniger. Kunden werden zunehmend sensibler, wenn sie durch Kaltakquise per E-Mail oder Telefon kontaktiert werden. Sie möchten stattdessen dort abgeholt werden, wo sie sich gerade im Kaufentscheidungsprozess befinden, ausschließlich personalisierte Informationen und eine problembezogene Unterstützung erhalten.

Rentabilität: Höherer ROI durch Inbound-Marketing

Aufgrund der veränderten Kundenansprüche wird ein Inbound-Marketing-Ansatz für den Erfolg von Unternehmen immer wichtiger. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Befragten im DACH-Raum sind inzwischen der Meinung, dass die Methodik zu einer höheren Rendite (ROI = Return on Investment) führt. Gleichzeitig ist die Anzahl von Unternehmen, die ihren ROI nicht berechnen (können), zwischen 2017 und 2018 von 30 Prozent auf 20 Prozent gefallen. Das Ergebnis zeigt auch, dass die Berechnung der Marketingperformance und die gezielte Auswahl des passenden Marketingkonzeptes immer wichtiger für Unternehmen wird. Hier hat also ein Umdenken begonnen. Aufgrund der positiven Resultate steigen auch die Investitionen in Inbound-Marketing. So gibt mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (51 Prozent) mehr für Inbound-Marketing aus als noch 2017.

Über die Studie „State of Inbound 2018“

Für die „State of Inbound“-Studie 2018 wurden in 99 Ländern 6.200 Fachkräften aus verschiedensten Branchen, Unternehmensgrößen und mit unterschiedlicher Berufserfahrung befragt, darunter 1.939 Teilnehmer aus der EMEA-Region sowie 411 Befragte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der „State of Inbound“-Bericht 2018 von HubSpot ist eine umfassende Ressource über den aktuellen Stand von Inbound-Marketing, Vertriebsstrategien und -praktiken.

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