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B2B Marketing Days 2020 VUCA-Welt – mit Design Thinking Innovationskultur fördern

| Autor / Redakteur: Esther Mangler* / Lena Müller

Das Akronym VUCA steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity. Es beschreibt Rahmenbedingungen, die zu einem extrem dynamischen Marktumfeld führen und innerhalb dessen ein „Weiter-so“ zur gefährlichen Strategie wird. Design Thinking ist ein Mindset für eine neu gedachte, resiliente Innovationskultur.

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Im Design Thinking Prozess entstehen spielerisch Ansätze für komplexe Fragestellungen.
Im Design Thinking Prozess entstehen spielerisch Ansätze für komplexe Fragestellungen.
(Bild: ©mangler+noller)

Willkommen in der VUCA-Welt: Gefühlt in Stein gemeißelte Regeln der Wirtschaft werden in der neuen Welt ausgehebelt und durch neue Realitäten ersetzt. Streamingdienste mischten die Musikbranche auf, die Automobilbranche steht vor einer monumentalen Herausforderung, KI verändert die Produktion hin zur intelligenten Automation. Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter, die Schaffung adäquater Arbeitsbedingungen oder die Ausbildung einer starken Arbeitgebermarke unterliegen neuen Regeln, die eine strategisch zukunftsfähige Grundlage bedingen.

Dies sind nur wenige Beispiele, Fakt ist: In allen Branchen und Bereichen findet unaufhaltsam und massiv ein Umbruch statt, der Unternehmen vor große Herausforderungen stellt.

Resilienz als Ziel

Umbruchzeiten setzen neues Rüstzeug voraus. Das Credo: dynamischen Märkten mit Anpassungsfähigkeit begegnen und Chancen erkennen. Je höher die Resilienz einer Organisation ist, desto besser. Resilient ist im organisatorischen Sinne, wer potenzielle Gefahrenfelder und Marktveränderungen antizipiert und imstande ist, durch flexible Maßnahmen gesteckte Ziele zu erreichen. Diese Flexibilität ist entlang aller Ebenen gefragt: Vom Führungsteam bis zum einzelnen Mitarbeiter. Neben der Reaktion auf tägliche Herausforderungen und Krisen gehört zu einer Resilienz fördernden Strategie die Bedeutsamkeit starker Markenführung sowie die stetige Evaluierung und Verbesserung bestehender Konzepte und Maßnahmen.

Das Ziel ist, eine Kultur der Resilienz in der Organisation zu etablieren und zu leben. Dies erfordert einen tiefgreifenden Werte- und Einstellungswandel. Damit sich Stressfaktoren routiniert managen und verfügbare Ressourcen zügig umverteilen lassen, muss die Unternehmenskultur agiles Verhalten begünstigen.

Eine agile Innovationskultur als Möglichmacher

Die Schaffung von Resilienz in einer Organisation ist jedoch nicht nur das Ergebnis von Unternehmens- und Markenführungsstrategien. Es bedarf vor allem einer neu gedachten Innovationskultur, damit die Voraussetzungen gegeben sind, früh auf Trends und Umbrüche zu reagieren. In der Realität heißt das vor allem: Tschüss Silodenken. Und: Hallo vernetztes, interdisziplinäres Wissen. Denn in resilienten Organisationen muss Wissen und Information für jeden zugänglich sein – der Austausch erfolgt auf Augenhöhe und ohne Hintergedanken inklusive einer gesunden Fehlerkultur. Dieser Grundton ist ausschlaggebend für die Innovationskultur. Er entscheidet darüber, ob das volle Potenzial ausgeschöpft werden kann. Das Geschäftsmodell oder bestehende Produkte zu hinterfragen, muss ebenso möglich sein, wie ganz neu zu denken und Visionen zu erschaffen, die im ersten Moment nicht realistisch erscheinen.

Erst wenn Raum geschaffen wird, in dem sich Gedanken frei artikulieren und entfalten lassen, kann das Mindset für eine innovationsgetriebene Organisation entstehen, die dem Wettbewerb einen Schritt voraus ist.

Mit Design Thinking zu neuen Ideen und Strukturen

Design Thinking bedeutet, dass wir daran glauben, Dinge verändern zu können. Im interdisziplinären Prozess treffen Gegensätze aufeinander. Struktur und Freiheit. Fehlerkultur und kurze Deadlines. Methodische Beobachtung und die Entwicklung wilder Ideen mit dem Ziel, gewohnte Begrenzungen im Denkprozess aufzulösen. Die drei essentiellen Kernaspekte „Nutzen für den Menschen“, „technologische Umsetzbarkeit“ und „wirtschaftliche Marktfähigkeit“ stehen dabei immer im Fokus.

Sie werden systematisch, methodisch und faktenbasiert in Einklang gebracht und in iterativen Phasen optimiert. Dies macht das Mindset zum Treiber für Veränderung und Innovation. Ob für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte oder Services oder die Verbesserung von Prozessen oder Arbeitsweisen, für das Employer Branding oder für Insight-basierte Marketingkampagnen: Die Einsatzgebiete von Design Thinking sind vielfältig und in jedem Unternehmen implementierbar und lebbar.

Der Design Thinking Prozess in seinen Schritten.
Der Design Thinking Prozess in seinen Schritten.
(Bild: ©mangler+noller)

Fazit

Die VUCA-Welt ist von stetigem Wandel geprägt und drängt auf agile Methoden und Strukturen. Radikales Umdenken in Führungsetagen und die Etablierung einer lebendigen Innovationskultur kann dabei der Schlüssel für beständigen Erfolg in einem dynamischen Marktumfeld sein. In diesem Kosmos ermöglicht Design Thinking als flexible und vielseitig nutzbare Methode schnelle Sprints und setzt klare Impulse in der gesamten Organisation. Es befähigt Mitarbeiter, flexibel zu handeln, komplexe Problemstellungen zu lösen und fördert nachhaltig ein agiles Mindset.

*Esther Mangler ist Inhaberin der Marken- und Kommunikationsagentur mangler+noller in Heidelberg.

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Workshop auf den digitalen B2B Marketing Days 2020

Sie möchten mehr über den Design Thinking Prozess erfahren und wissen, wie Sie mit dieser Methode eine Lösung komplexer Problemstellungen in vielfältigen Bereichen in Ihrem Unternehmen schaffen? Dann dürfen Sie den Workshop „Unternehmenszukunft in der VUCA-Welt – Mit Design Thinking Innovationskultur gestalten“ von Esther Mangler auf den digitalen marconomy B2B Marketing Days nicht verpassen! Der Workshop findet am 17. November von 12:45 Uhr bis 14:15 Uhr statt. Sichern Sie sich jetzt noch Ihr Ticket und seien Sie dabei, wenn sich Marketer aus Industrie- und Technologieunternehmen zu aktuellen Themen und Trends im B2B-Marketing digital austauschen!

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