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Jobwechsel Warum unzufriedene Mitarbeiter trotzdem an ihrem Arbeitgeber hängen

| Redakteur: Julia Reger

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Jeder Dritte ist unzufrieden in seinem Job. Dennoch will nur die Hälfte dieser Arbeitnehmer etwas ändern und bemüht sich aktiv um einen Jobwechsel. Aus welchen Gründen halten unzufriedene Mitarbeiter weiter an ihrem Arbeitgeber fest?

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Jeder Dritte ist unglücklich im Job, doch nur die Hälfte möchte etwas ändern.
Jeder Dritte ist unglücklich im Job, doch nur die Hälfte möchte etwas ändern.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Gute und schlechte Tage gibt es in jedem Job. Doch wenn die schlechten Tage die guten überwiegen, dann stellt sich bei den Mitarbeitern irgendwann Unzufriedenheit mit der eigenen beruflichen Situation ein. Eine Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half zeigt nun, dass ein Drittel der Befragten in ihrem Job nicht zufrieden sind. Besonders überraschend dabei ist, dass sich trotzdem nur die Hälfte der Betroffenen aktiv um einen Jobwechsel bemüht. Dafür gibt es sehr unterschiedliche Gründe.

Warum bemühen sich unzufriedene Arbeitnehmer nicht um einen Jobwechsel?
Warum bemühen sich unzufriedene Arbeitnehmer nicht um einen Jobwechsel?
(Bild: Robert Half)

Was hält unzufriedene Mitarbeiter von einem Jobwechsel ab?

Zum einen stellt rund die Hälfte der unzufriedenen Mitarbeiter den negativen Seiten ihres Jobs die Vorzüge ihres aktuellen Arbeitgebers gegenüber, auf die sie nicht verzichten möchten. Dazu zählen unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle und gute Gehälter. Ein Drittel der Befragten geht außerdem davon aus, dass sich ihre berufliche Situation durch einen Wechsel in ein anderes Unternehmen nicht verbessern wird. Auch die Region in der die betroffenen Mitarbeiter leben, scheint eine wichtige Rolle zu spielen, denn circa 20 Prozent der Befragten gaben an, dass ein Mangel an attraktiven Arbeitgebern in ihrer Region sie davon abhält, sich aktiv auf die Suche nach einem neuen Job zu begeben. Aber auch hoher zeitlicher und persönlicher Aufwand, werden als Gründe gegen einen Jobwechsel angegeben.

Wieso man einen Jobwechsel trotzdem in Erwägung ziehen sollte

Die Unzufriedenheit einzelner Mitarbeiter sorgt nicht nur für schlechte Stimmung und sinkende Motivation im gesamten Team, sondern kann auch für den Einzelnen negative Folgen mit sich bringen. Dazu gehören unter anderem Burnout oder auch Boreout, welche sich auch über das berufliche Umfeld hinaus negativ auswirken können. Daher sollten Arbeitnehmer Unzufriedenheit nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Auch wenn die Suche nach passenden Stellen keine leichte Aufgabe ist, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Es gibt zahlreiche Angebote, die Arbeitnehmern dabei helfen, den ersten Schritt in Richtung Jobwechsel zu machen. So sind beispielsweise Berufsnetzwerke sehr gut geeignet, um sich über aktuelle Stellenangebote zu informieren und auch professionelle Personalvermittler können dabei helfen, die Chancen auf eine passende Stelle durch gezielte Jobinterviews zu erhöhen.

Die Umfrage im Auftrag von Robert Half wurde vom Marktforschungsinstitut YouGov im März 2019 unter 1.001 Arbeitnehmern durchgeführt.

* Quelle: Robert Half

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