Ressourceneffizientes Content Marketing Weniger ist mehr – Warum nachhaltiger Content auf lange Sicht weniger kostet

Ein Gastbeitrag von Lynn Klemke*

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Schnelllebige Märkte fordern hochwertigen Content, der kurzfristig auf aktuelle Ereignisse reagiert. Das schlägt sich in den Kosten von Unternehmen nieder. Nachhaltige Content-Produktion spart zeitliche und finanzielle Ressourcen. Wie genau also können Entscheider mit einem begrenzten Budget große Wirkung erzielen?

Ist Ihre Content Marketing Strategie ressourceneffizient?
Ist Ihre Content Marketing Strategie ressourceneffizient?
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Erstklassige Inhalte haben den Vorteil, dass Nutzer gerne Zeit auf der Website verbringen und langfristig mehr Traffic generieren. Mit hochwertigem Content auf aktuelle Geschehnisse zu reagieren, stellt Unternehmen oft vor eine organisatorische Herausforderung und kann spätestens bei der Jahresbilanz negativ auffallen. Es ist nicht immer möglich, für alle spontanen Ereignisse Inhalte direkt zu produzieren. Umso wichtiger ist es, für planbare Events oder wiederkehrende Ereignisse seinen digitalen Content nachhaltig zu katalogisieren. Das spart Zeit und schont Ressourcen.

Ein wichtiger Aspekt: Die digitale Technologie und der Schutz von Umwelt und Ressourcen gehören zu den sechs Megatrends, die unsere Welt bis 2050 prägen. Somit liegt es nahe, dass sich Themen wie Ressourceneffizienz und nachhaltiger Content in digitalen Unternehmen zu festen Bestandteilen etablieren. Für Entscheider stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen Ressourcen einsparen und trotzdem eine erfolgreiche Content Strategie fahren?

Suchen kostet Zeit und Geld

Ein Problem, das viele Unternehmen kennen: Es gibt sowohl intern als auch extern zahlreiche Social-Media-Kanäle und Plattformen mit unterschiedlichen Anforderungen. Das spiegelt sich im Workflow wider. Es gibt unzählige Mailwechsel zwischen den Abteilungen und mit externen Partnern. Interne Plattformen sind nicht miteinander verknüpft und es existieren mehrere Textversionen, die auf eine Freigabe warten. Dazu gestaltet sich die Suche nach bereits existierenden Assets oft als zeitaufwendig, da Medien in unterschiedlichen Ordnern abgelegt werden. Laut einer McKinsey Studie suchen Mitarbeiter täglich 1,5 Stunden nach aktuellen Informationen. Diese Arbeitsprozesse kosten nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Für PR- und Marketingverantwortliche ist es also wichtig, Ausgaben zu senken, ohne dass dabei die Qualität der Kommunikation leidet. Nachhaltiger Content kann hier helfen. Es handelt sich dabei um Inhalte, an denen sich Unternehmen möglichst lange bedienen können und die somit weniger Kosten erzeugen. Außerdem ist es für Entscheider wichtig, Ressourcen innerhalb eines Konzerns zu optimieren, indem sie die Daten nachhaltig und verantwortungsvoll nutzen. Wie können also Marketingprozesse bestmöglich optimiert werden?

1. Ein gutes Content-Konzept

Marketing und PR benötigen ein tragfähiges Konzept, bevor es in die Umsetzung geht. Eine gute Grundlage hilft, konzeptionell konkret und schnell arbeiten zu können. Außerdem behalten Unternehmen so die eigenen Ressourcen gut im Blick. Zu einem gutem Content-Konzept gehören, neben einer aussagekräftigen Corporate Identity, das Definieren der Unternehmensziele und Zielgruppen, das Formulieren einer Strategie sowie die operative Umsetzung. Das Bestimmen von KPIs hilft es zu prüfen, inwiefern die Maßnahmen erfolgreich waren.

Ein weiterer Vorteil: Alle Mitarbeiter der PR- oder Marketingabteilung haben dadurch das gleiche Verständnis für die Unternehmensziele und können konkrete Ideen besser umsetzen. Durch die einheitliche Bildsprache nimmt die Konzeption einzelner Content-Pieces weniger Zeit in Anspruch, da das Dachgerüst schon steht.

Selbstverständlich kostet das Erstellen eines Content Konzepts am Anfang mehr Geld als, wenn man darauf verzichten würde. Aber langfristig können die Marketingziele eines Unternehmens besser erreicht werden und Maßnahmen schneller abgeleitet werden. Durch die Planung spart man also aktiv Kosten ein.

2. Ressourceneffizienz durch digitalen Content

Digitale Ressourcen gelten als Treiber bei der Digitalisierung eines Unternehmens. Die Umstellung analoger Geschäftsabläufe auf digitale Prozesse kann helfen, alle manuellen Vorgänge, die nicht praktikabel oder effizient sind, drastisch zu reduzieren. Das sogenannte Paperless Office kann beispielsweise dabei unterstützen, Papier einzusparen, Arbeitsprozesse zu entschlacken und digitalen Content zur Verfügung zu stellen.

Digitale Tools können dank technischer Lösungen Arbeitsprozesse beschleunigen und somit die Kosten senken. Innerhalb einer digitalen Quelle, wie beispielsweise einer Cloud oder einem Digital Asset Management - System (DAM) können Unternehmen ihre Mediendateien speichern, nachhaltigen Content definieren und ihre Daten über alle Unternehmens-Kanäle hinweg besser verwalten. Und sollte es trotzdem einen guten Grund für gedruckte Visitenkarten, Flyer oder Kataloge geben, können clevere Web-to-Print-Tools unterstützen, gezielt qualitativ hochwertige Ausdrucke herzustellen.

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Dank der digitalen Transformation können Firmen von einer besseren Customer Experience, erhöhter Sichtbarkeit und schlussendlich einer Umsatzsteigerung profitieren.

3. Mit zentralem Mediencenter nachhaltigen Content identifizieren

Große Konzerne stehen oft vor der Herausforderung, über viele Touchpoints hinweg Medieninhalte intelligent zu verwalten und zu optimieren. Vor allem, wenn mehrere Teams Content nutzen, ist es sinnvoll, sich ein zentrales Mediencenter anzuschaffen. Den Mitarbeitern hilft eine digitale Plattform, einen Überblick über die Daten zu behalten und diese wiederum besser zu verwalten. Nachhaltiger Content, lässt sich durch eine intuitive Übersicht und Tracking besser identifizieren. Das kann zum Beispiel ein Bild oder eine Grafik sein, die für mehrere Kanäle in ein passendes Layout gebracht wird, dafür aber keine aufwendigen Abstimmungsrunden mehr beansprucht.

Ein weiterer Vorteil: Weltweit kann jeder Nutzer auf das Bildmaterial oder die Marketing-Inhalte zugreifen und diese zu jeder Zeit bearbeiten. Diese Automatisierungen ermöglichen es Mitarbeitern schneller und unabhängiger zu arbeiten. Dank leicht verfügbarer Vorlagen können Teams autonom arbeiten und lokale Anpassungen leicht vornehmen. Das Resultat: Gestraffte Workflows.

4. Mit Tracking vorhandene Daten evaluieren

Im Nachgang sind Tools, die analysieren und tracken, wie gut der Content bei der Zielgruppe ankam, sehr hilfreich. Ein positiver Recycling-Effekt: Medieninhalte können nach der Performance gefiltert und gegebenenfalls wiederverwendet werden. So erkennt man nachhaltigen Content, der für die mehrfache Nutzung geeignet ist. Auch Überproduktion kann vermieden werden, indem man auf ein digitales Werkzeug zurückgreift, das Duplikate identifiziert.

Mit technischen Tools können große Unternehmen dank ausführlicher Statistiken die Content-Performance genau messen und bewerten. So können die Effizienz der Webseiten, der E-Commerce-Sites oder sozialen Netzwerke laufend verbessert werden. Springen beispielsweise viele Nutzer bereits auf der Startseite einer Website ab, kann es ein Hinweis dafür sein, dass die Bildwahl nicht ansprechend ist oder man die Benutzerfreundlichkeit, die sogenannte Usability verbessern sollte.

Das Ergebnis: Eine geradlinige und minimalistische Marketingstrategie mit kurzen Arbeitswegen. Die Erfolgskontrolle kann Anhaltspunkte dafür liefern, wie wir unser Geld besser einsetzen können.

Nachhaltiger Content – ein wichtiger Baustein der Ressourceneffizienz

Wenn wir in einem digitalen Umfeld von Ressourceneffizienz sprechen, fällt darunter auch die Reduktion von Überkonsum auf Unternehmensseite. Das beginnt damit, dass man klare Kommunikationskonzepte und Unternehmensziele formuliert, die für alle Stakeholder nachvollziehbar sind. In einem weiteren Schritt gilt die Digitalisierung eines Unternehmens als Treiber der Ressourceneffizienz.

Kosten spart man auch, indem man die Anzahl der Dateien-Ablagen reduziert und beispielsweise durch eine technisch intelligente Lösung ersetzt, die eine Vielzahl von Funktionen abdeckt, und dabei auch nachhaltigen Content definiert und fördert. Investieren lohnt sich, wenn die Anzahl der Medieninhalte einen Umfang annimmt, an dem eine zentrale Verwaltung unerlässlich ist.

Langfristig trägt nachhaltiger Content nicht nur zu Kostensenkungen bei, sondern hilft Unternehmen auch, in Zeiten von Klimawandel den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

*Lynn Klemke ist Event- und PR-Managerin bei Wedia.

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