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Studie „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ Wertschätzung – nur jeder vierte Chef kann das

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Spätestens jetzt sollten Führungskräfte handeln: Laut der aktuellen Studie „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ kann nur jeder vierte Chef seine Mitarbeiter psychisch positiv beeinflussen. Wieso es so wichtig ist, die eigenen Mitarbeiter wertzuschätzen, lesen Sie hier.

Die Studie „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ liefert erschreckende Ergebnisse, die einigen Managern sicherlich Kopfzerbrechen bereiten werden.
Die Studie „Erfolgsfaktor Wertschätzung“ liefert erschreckende Ergebnisse, die einigen Managern sicherlich Kopfzerbrechen bereiten werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Studie „Erfolgsfaktor Wertschätzung“, die von der Personalberatung Rochus Mummert in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass 74 Prozent der Vorgesetzten in deutschen Unternehmen nur mittelmäßig oder kaum dazu in der Lage sind, die seelische Widerstandsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu stärken. Diese Fähigkeit besitzen nur 26 Prozent der Manager. Der Knackpunkt: Eine geringe emotionale Robustheit ist ein wesentlicher Risikofaktor dafür, psychosomatische Krankheiten zu entwickeln.

Wer seine Neujahrsvorsätze schon nach wenigen Tagen oder Wochen wieder gebrochen hat, kann immerhin eine „offizielle“ Ausrede dafür anführen. War doch am 17. Januar der „Wirf-Deine-Jahresvorsätze-über-Bord-Tag“. Das gilt leider auch für Manager, die eigentlich gelassener mit Problemen im Job umgehen wollten. Und es betrifft Führungskräfte, die sich ganz fest vorgenommen hatten, die innere Stärke ihrer Mitarbeiter zu erhöhen. Bislang findet dies in den meisten deutschen Betrieben nämlich nicht statt – 52 Prozent der Führungskräfte sind nur „mittelmäßig“ dazu in der Lage und etwa 22 Prozent beherrschen dies fast gar nicht.

Dr. Linus Gemmeke ist Studienleiter und Partner bei der Personalberatung Rochus Mummert.
Dr. Linus Gemmeke ist Studienleiter und Partner bei der Personalberatung Rochus Mummert.
(Bild: Rochus Mummert)

„Das Ergebnis unserer Studie ist alarmierend. Denn unter solchen Voraussetzungen entwickeln viele Mitarbeiter psychosomatische Erkrankungen bis hin zum Burnout“, warnt Dr. Linus Gemmeke, Studienleiter und Partner bei Rochus Mummert.

Ein weiterer Risikofaktor für psychosomatische Krankheiten ist der Stress, den die Beschäftigten empfinden, wenn sie sich beruflich verausgaben, ohne dafür einen materiellen Ausgleich oder Anerkennung zu erhalten. Der Studie zufolge gilt dies für gut jeden zehnten Mitarbeiter und zumindest eingeschränkt für weitere 35 Prozent. Nur etwa jeder zweite befragte Personalleiter gibt an, dass der Anteil gestresster Mitarbeiter gering sei.

„Anerkennung und Wertschätzung sind ein wichtiges Mittel, um die Flexibilität, seelische Stärke und damit die psychische Gesundheit der Angestellten positiv zu beeinflussen, ebenso wie eine regelmäßige Kommunikation. Und auf beidem basiert letztlich eine positive Firmenkultur“, erläutert Personalexperte Gemmeke.

Doch der Gedanke der Widerstandskraft gilt nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für den Betrieb als Ganzes. Gemmeke dazu: „Ein stabiles Unternehmen mit ebensolchen Mitarbeitern kann besser und schneller auf Probleme reagieren als ein schwaches. Für Führungskräfte bedeutet das, die eigene Fähigkeit und Flexibilität im Umgang mit Druck und Veränderungen immer wieder zu trainieren und dieses Wissen im Sinne einer wertschätzenden Firmenkultur an ihre Mitarbeiter weiterzugeben.“

Zur Studienerhebung

Analog zum PIMS-Ansatz der Harvard Business School werden im PIPS-Modell (Profit Impact of Personnel Strategies) von Rochus Mummert die Einflüsse des HR-Managements auf die personalwirtschaftlichen Vorsteuergrößen systematisch betrachtet. Das zusammen mit Prof. Dr. Michael Martin (Hochschule Rhein Main) entwickelte PIPS-Modell umfasst dabei reine Performance-Werte genauso wie Analysen zur Führungs- und Leistungskultur. Eigens für das PIPS-Modell hat Rochus Mummert ein ständig wachsendes HR-Panel aufgebaut. Derzeit berichten in regelmäßigen teilstrukturierten Befragungen fast 100 HR-Führungskräfte aus meist größeren mittelständischen Unternehmen. Firmen, die ebenfalls noch an dem aktuellen HR-Panel teilnehmen möchten, wenden sich bitte an Herrn Dr. Linus Gemmeke oder Herrn Stephan Witte.

Über Rochus Mummert

Dr. Rochus Mummert gründete vor gut 40 Jahren die heute unter der Dachmarke Rochus Mummert firmierende Unternehmensberatung, die sich der Gewinnung und Förderung von Management-Elite verpflichtet hat. Seitdem wurden mehr als 35.000 Führungskräfte, Gesellschafter und Unternehmer beraten, mehrere tausend Top-Management-Positionen erfolgreich besetzt und zahlreiche Management-Potenzial-Analysen sowie Management- und Gesellschafter-Beratungen durchgeführt. Die Erfahrung des Hauses erstreckt sich auf alle Wirtschaftszweige, Funktionen und Unternehmensgrößen – im Inland wie im Ausland, im mittelständischen Bereich wie auch in Konzernen. Durch die Ergebnisse der Arbeit zählt Rochus Mummert zu den Marktführern in Deutschland und hat sich in den Top Ten der Branche etabliert.

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