Multiplikator oder Meinungsführer - wie funktioniert digitales "Influencing"?

Wie man Influencer findet und für sich gewinnt

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Wie Sie Influencer finden können

Um die Suche zu beschleunigen, lässt sich auch eine Anzeige schalten, die etwa so lauten kann: „Die internationale Word of Mouth Marketing Agentur Buzzer sucht 500 Handwerker, die Lust haben, den Bosch Akkubohrschrauber Bosch GSR 10,8-2-LI Professional in ihrem Arbeitsalltag zu testen. Gefragt sind vor allem Schreiner, Messebauer sowie Fachleute aus den Bereichen Küchenbau, Innenausbau und Elektroinstallation. Die ausgewählten Handwerker können das Gerät kostenfrei ausprobieren und geben danach ihr Feedback dazu. Als Tester bewerben kann man sich unter … .”

Eine weitere Möglichkeit: Erkundigen Sie sich in Ihrer Umgebung: “Wen kennst Du, der jede Menge Leute kennt und zu der und der Zielgruppe gute Kontakte pflegt?” oder: „Wen würden Sie in Sachen … als maßgeblichen Experten am ehesten zu Rate ziehen?“ Im Jugendmarketing fragt man zum Beispiel so: „Wer ist der absolut coolste Typ, den Du kennst?“

Für eine dezidierte Online-Recherche erstellen Sie am besten eine Liste mit passenden Schlagwörtern, die Sie dann googeln. Analysieren Sie die Inhalte der Experten, die Sie gefunden haben, dabei ganz genau. „Je werblicher diese sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie auf einen Scheinriesen hereingefallen sind“, sagt der Reputationsexperte Klaus Eck. Solche Leute sind Egomanen und Traumtänzer, aber keine Multiplikatoren.

Das Influencer-Ranking

Sind die passenden Personen gefunden, ist deren Bedeutung wie folgt zu analysieren:

  • Reichweite: Mit wie viel Personen kann der potenzielle Influencer Kontakt aufnehmen?
  • Neutralität: Inwieweit hat er ein glaubwürdiges Interesse am Promoten einer Botschaft?
  • Frequenzhäufigkeit: Wie oft hat er die Möglichkeit, andere in ihrer Entscheidung zu beeinflussen?
  • Expertise: Wie hoch ist sein fachliches Urteilsvermögen, die entsprechende Sache zu promoten?
  • Überzeugungskraft: Wie stark bewirkt sein Zuspruch eine tatsächliche Entscheidung Dritter?
  • Engagement: Mit wie viel Herzblut wird er bei der Sache sein?
  • Finanzierbarkeit: Wird sein Engagement etwas kosten? Und wenn ja, was und wie viel?

Am besten vergeben Sie gewichtete Punkte für die einzelnen Aspekte. Dann bringen Sie die näher beleuchteten Individuen in ein Ranking. Gehen Sie dabei auch einen Schritt vor und einen zurück. Das heißt, Sie untersuchen:

  • wen diese Person beeinflusst und ob das Ihre Wunschkontakte sind
  • von wem diese Person selbst beeinflusst wird.

Danach versuchen Sie, so viele Informationen wie möglich über diese Personen und ihre Vorlieben zu finden. Eine perfekte Vorbereitung ist alles! Denn Influencing hat auch ganz viel mit Ego zu tun.

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