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Wie sich Print-Werbemittel im B2B-Markt verändern

| Autor / Redakteur: Britta Zurborn* / Viviane Krauss

Ein Print-Produkt ist übrigens noch nie außer Mode gekommen und wird auch in Zukunft weiter seinen Platz behaupten: Die Visitenkarte.
Ein Print-Produkt ist übrigens noch nie außer Mode gekommen und wird auch in Zukunft weiter seinen Platz behaupten: Die Visitenkarte. (Bild: Cewe Print)

Print ist tot! Diese Unkenrufe waren in den vergangenen zehn Jahren immer wieder zu hören. Wer braucht in digitalen Zeiten noch gedruckte Werbematerialien? Doch allen Grabreden zum Trotz sind Print-Werbemittel immer noch quicklebendig – sie haben sich allerdings gewandelt und werden dies womöglich auch weiterhin tun.

Print- und Online-Werbung haben in den letzten Jahrzehnten ein wenig die Rollen getauscht. Während Menschen früher noch froh waren, eine E-Mail zu erhalten und Werbemails etwas Besonderes waren, finden sich Nutzer heute kaum noch zurecht in der Flut aus Mails, digitaler Werbung, Online-Bannern und Pop-Ups. Print-Werbung hingegen finden wir in den letzten Jahren immer seltener im Briefkasten – und wenn sich doch einmal eine Wurfsendung dort findet, wird sie heute viel eher beachtet als noch vor etwa zehn Jahren, als sie alltäglich waren. Schließlich hat Print doch einen Vorteil gegenüber Online. Sie ist fühlbar, riechbar, erlebbar – haptisch also klar überlegen. Zudem versprechen sie Authentizität und Korrektheit – was einmal gedruckt ist, lässt sich, anders als bei Online-Werbung, nicht mehr so leicht ändern. Dies sind einige der Gründe, warum Unternehmen zur Print-Werbung zurückgekehrt sind. Eine Kombination aus Online- und Print-Werbung erscheint vielen Firmen mittlerweile als vielversprechendster Ansatz im Kampf um die Aufmerksamkeit der Kunden.

Vom Alltäglichen zum Besonderen

Print-Produkte mussten sich in den letzten Jahrzehnten wandeln, um dem immer stärker werdenden Online-Marketing etwas entgegenzusetzen. Daher hat sich im Print-Bereich die KISS-Formel (Keep it short and simple) durchgesetzt – nicht nur auf Werbemitteln selbst, sondern auch in der Art der Produkte. Dicke, unhandliche Printerzeugnisse wie Kataloge, Telefonbücher oder Gebrauchsanweisungen sind heute kaum noch zu finden. Vielmehr werden solche Informationen online bereitgestellt, was auch den Nutzerbedürfnissen entspricht. Schließlich googeln die meisten Menschen sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld mittlerweile, sobald ein Problem auftaucht oder sie eine Information benötigen.

Kurze, prägnante, haptisch ansprechende und gut gestaltete Broschüren hingegen, sind weiterhin sehr gefragt. Auf Messen und in Meetings helfen sie Unternehmen bei der Präsentation und Vorstellung von Produkten und bieten potentiellen Kunden eine handliche Übersicht zum Mitnehmen. Je hochwertiger die Broschüre gestaltet ist, desto besser auch das Bild des Unternehmens. Broschüren dienen damit heute - noch mehr als früher – der Imagebildung einer Firma.

Neue Trends im Print-Bereich: Von Veredlung bis Individualisierung

Eine weitere Änderung im Print-Markt ist die Konzentration auf besondere Produkte, beispielsweise individualisierte Werbemittel. Heutzutage setzen immer mehr Marketing-Manager auf individuelle oder personalisierte Werbung, um potentielle Kunden zielgruppengenau anzusprechen und die Marketingwirkung so zu erhöhen. Laut der Forbes „Individualized Marketing“ Studie nutzen mittlerweile 70 Prozent der Marketing-Entscheider individualisierte Kommunikationsmittel. 72 Prozent der Unternehmen haben laut der Studie dank Individualisierung auch bereits erste Erfolge im Hinblick auf Kundenbindung und Markenwahrnehmung verzeichnet. So hoffen sie aus der Masse hervorzustechen und ihre Kunden noch präziser anzusprechen. Die Print-Branche hat sich darauf eingestellt. Viele Druckereien bieten mittlerweile Kleinserien oder sogar Produkte in Stückzahl Eins sowie vermehrt auch Individualisierungsmöglichkeiten bei bereits bestehenden Produkten an. Veredelungen bei Werbemitteln sind in den letzten Jahren ebenfalls immer stärker zu beobachten. Sie helfen, Broschüren, Visitenkarten und Co. von anderen abzuheben und ihre Wertigkeit zu erhöhen. Und sie wirken. Studien haben gezeigt, dass veredelte Mailings auf hochwertigem Papier eine höhere Öffnungsrate und Lesequote haben als solche auf „einfachem“ Papier ohne Veredelungen. Veredelungen sollten zum Produkt und zur Zielgruppe passen damit sie die Botschaft und das Markenversprechen verstärken und Mehrwert bieten.

5 Tipps für die Gestaltung von Visitenkarten

Visitenkarten

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22.03.19 - Visitenkarten sind auch in der digitalen, vernetzten Welt eine Bastion des Papiers. Egal ob auf Messen, Geschäftsreisen oder in Meetings – Manager, die sonst nur mit Smartphone und Laptop unterwegs sind, tauschen hier die kleinen Kärtchen aus und heben die ihres Gesprächspartners sorgfältig auf. lesen

Ein Print-Produkt ist übrigens noch nie außer Mode gekommen und wird auch in Zukunft weiter seinen Platz behaupten. Die Visitenkarte. Schon im viktorianischen England wurde sie verwendet, damit der Butler Besucher bei seiner Herrschaft ankündigen konnte. Und auch heute noch überreichen Geschäftsleute weltweit die kleinen Kärtchen beim ersten Kennenlernen als Zeichen des Respekts und der Wertschätzung. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Sie eignen sich einfach perfekt als Eisbrecher und als Möglichkeit ins Gespräch zu kommen – etwas, was gerade im B2B-Bereich unverzichtbar ist.

* Britta Zurborn ist Marketing Managerin bei Cewe Print.

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