Ausbildung zum Social Media Marketing Experten Berufsrelevantes Lernen über mehrere Kanäle hinweg

Autor / Redakteur: Anthony Tattersall* / Lena Müller

Immer mehr Mitarbeiter nutzen Social Media, um ihr Unternehmen zu präsentieren. Regeln sind in diesem Zusammenhang unabdingbar. Social Media Marketingspezialisten, an die sich Mitarbeiter mit ihren Fragen wenden können, sind häufig Mangelware. Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es also, um sicherzustellen, dass es genügend Spezialisten gibt, um den Einstellungsbedarf zu decken?

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Mehr als die Hälfte der B2B-Unternehmen nutzen Instagram, um marketingziele zu bewerben. Das zeigt, wie dynamisch das Social Media Umfeld ist. Jedes Unternehmen sollte in eine solide Ausbildung für seine Social Media Manager investieren.
Mehr als die Hälfte der B2B-Unternehmen nutzen Instagram, um marketingziele zu bewerben. Das zeigt, wie dynamisch das Social Media Umfeld ist. Jedes Unternehmen sollte in eine solide Ausbildung für seine Social Media Manager investieren.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Unternehmen weltweit investieren immer mehr in Social Media Marketing. Da die Menschen mehr Zeit vor ihren Bildschirmen verbringen, wird sich dieser Trend weiter beschleunigen. Jenseits der traditionellen Marketingkanäle ist Social Media ebenfalls auf der Agenda des Managements. Mitarbeiter nutzen regelmäßig Social Media Kanäle, um über ihre Arbeit zu berichten – dies erfordert jedoch Richtlinien, denn nur so ist gewährleistet, dass die Marke und die Botschaften des Unternehmens effektiv repräsentiert werden.

Wachstum im Social Media Marketing

Die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt bereits Social Media. eMarketer prognostizierte, dass die Werbeausgaben in Social Media Netzwerken bis Ende 2020 mehr als 43 Milliarden US-Dollar erreichen. Auch das Gehalt von Social Media Marketern steigt kontinuierlich. In Deutschland liegen die Einstiegsgehälter momentan bei etwa 45.000 Euro. Eine Herausforderung bremst jedoch das Wachstum der Branche: der Mangel an Talenten, forciert durch begrenzte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Arbeitgeber und Bewerber werden durch unzureichende Möglichkeiten, Social Media Marketing in Deutschland zu erlernen, sowie uneinheitliche Lehrpläne ausgebremst. Das Ergebnis: Auf beiden Seiten herrscht Verwirrung über die Fähigkeiten und Erwartungen.

Die Rolle des Social Media Marketers

Zur Rolle des Social Media Marketers gehört die Ansprache von Konsumenten, Influencern und anderen Stakeholdern über den bevorzugten sozialen Kanal und mit gezielten Kampagnen. Da sich die Trends in den sozialen Medien täglich ändern, müssen Fachleuteihre Fähigkeiten und ihr Wissen kontinuierlich auf den neuesten Stand bringen und ausbauen. Instagram ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie dynamisch das Social Media Umfeld ist. Mittlerweile nutzen mehr als die Hälfte aller B2B-Unternehmen diesen Kanal, um ihre Marketingziele zu erreichen. Mit mehr als 800 Millionen Nutzern weltweit ist TikTok eines der größten sozialen Netzwerke der Welt. Andere Kanäle wie Vine sind dagegen nach relativ kurzer Zeit wieder verschwunden. Da die Social Media Landschaft extrem schnelllebig ist, ist es schwierig, Trends oder neue Kanäle vorherzusagen. Sobald allerdings neue Plattformen auftauchen, müssen sie direkt in Ausbildungs- und Schulungsprogramme integriert werden.

Führendes Social Media Unternehmen wird zum Ausbilder

Die neuesten Social Media Marketing Tools, -Techniken und -Fähigkeiten lassen sich am besten bei der bekanntesten Social Media Plattform der Welt erlernen: bei Facebook. Facebook bietet zum Beispiel jetzt ein Social Media Marketing Zertifikat auf Coursera an. Mitarbeiter, die sich für eine Tech- oder Social Media Karriere interessieren, können den Kurs absolvieren und so das entsprechende Zeugnis erhalten – auch ohne Vorkenntnisse oder Universitätsabschluss. Ein solches Zertifikat ist darauf ausgelegt und lässt sich innerhalb von 20 Wochen (fünf Stunden pro Woche) absolvieren. Dies erfolgt interaktiv und im eigenen Lerntempo. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer ein branchenweit anerkanntes Zertifikat und können sich für Einstiegspositionen im Social Media Marketing bewerben – und zwar bei renommierten Unternehmen, die auf der Suche nach Kandidaten aus diesem Talentpool sind.

Learning on the job

Diese jüngste Entwicklung hinsichtlich zertifizierter Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, in Form der Kooperation eines eLearning-Plattform-Anbieters mit Social Media Netzwerken wie Facebook, bietet die Möglichkeit, neue Aufgaben und Lösungsansätze zu adressieren. Auf diese Weise können sich Unternehmen den Herausforderungen im Hinblick Social Media stellen. Dazu gehört beispielsweise eine kontinuierliche und gezielte Präsenz von Unternehmen auf diesen Plattformen. So lässt sich eine Marke positiv aufladen und eine entsprechende Bekanntheit aufbauen. Gleichzeitig sind Organisationen in der Lage, direkt mit den richtigen Zielgruppen in Dialog zu treten. Für die heutigen weltweit arbeitenden Mitarbeiter sind moderne, digitale Weiterbildungsmöglichkeiten notwendig. Schon längst sind die meisten Lebensläufe nicht mehr gradlinig, sondern bezüglich der Expertise eines Mitarbeiters eher breit gefächert. Gleichzeitig bietet sich Anwendern so ein neuer Weg, um ihren Arbeitsplatz in Zeiten der digitalen und realen Disruption zu sichern. Dabei geht es nicht darum, den Arbeitsmarkt nicht zu berücksichtigen, sondern es müssen eher Kurse und Services entwickelt werden, die auf den Anforderungen des Marktes zugeschnitten sind. Die neuen berufsbegleitenden Studiengänge vermitteln den Teilnehmern wichtige Social Media Marketing Kenntnisse, kombiniert mit praktischer Berufserfahrung. Fernuniversitäten und Fachhochschulen haben dies lange Zeit analog im Selbststudium gelehrt. Dies lässt sich nun interaktiv mit digitalen eLearning-Plattformen in direkter Zusammenarbeit mit sozialen Netzwerken realisieren. Berufsrelevantes Lernen über mehrere Kanäle hinweg für alle Berufstätigen zugänglich zu machen, ist die Zukunft des gezielten Lernens, um die Karriere zu fördern.

*Anthony Tattersall ist Vice President of EMEA bei Coursera.

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