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Betriebliche Qualifizierung In 8 Schritten zur dynamischen Personalentwicklung

| Redakteur: Georgina Bott

Arbeitsgestaltung und -organisation unterliegen einem grundlegenden Wandel. Damit verändern sich auch die Anforderungen und Inhalte der Qualifizierung von Arbeitnehmern. Ein neuer Praxisleitfaden zeigt die Erfolgsfaktoren einer dynamischen Personal- und Kompetenzentwicklung.

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Der von Bitkom erstellte Leitfaden gibt einen Überblick, wie Unternehmen sich und ihre Beschäftigten bestmöglich auf den digitalen Wandel vorbereiten können.
Der von Bitkom erstellte Leitfaden gibt einen Überblick, wie Unternehmen sich und ihre Beschäftigten bestmöglich auf den digitalen Wandel vorbereiten können.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Wie bereiten sich Unternehmen und ihre Beschäftigten bestmöglich auf den digitalen Wandel vor? Auf diese Frage gibt der Leitfaden eine Antwort. Gemeinsam mit Praxispartnern wurden konkrete Maßnahmen konzipiert, umgesetzt und evaluiert, wie die Personal- und Kompetenzentwicklung in Unternehmen flexibilisiert werden kann. Ein neu entwickeltes Benchmarking-Tool ermöglicht den Vergleich des betrieblichen Personal- und Kompetenzmanagements mit erfolgreichen Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung.

„Der Praxisleitfaden fasst die Projektergebnisse und Erkenntnisse kompakt zusammen und richtet sich an Personalverantwortliche, betriebliche Bildungsakteure sowie an die interessierte Fachöffentlichkeit. Er soll insbesondere Unternehmen eine Hilfestellung an die Hand geben, ihre Qualifizierungsaktivitäten im digitalen Wandel an die künftigen Anforderungen besser anzupassen“, sagt Projektmanagerin Stefanie Brzoska. Für eine dynamische Personal- und Kompetenzentwicklung gibt der Leitfaden an Unternehmen folgende Tipps:

1. Strategische Positionierung von Human Resources im Unternehmen:
Betriebliches Kompetenzmanagement sollte im Unternehmen zur Chefsache werden und fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sein.

2. Regelmäßige Überprüfung des Qualifizierungsangebots:
Um in dynamischen Unternehmensumfeldern Schritt halten zu können, sollte das betriebliche Qualifizierungsangebot regelmäßig anhand verfügbarer Mess- und Steuerungsinstrumente überprüft werden.

3. Rechtzeitiges Einbinden aller Akteure:
Neue Anforderungen an die Personalentwicklung sollten frühzeitig aufgegriffen und Beschäftigte, Fachabteilungen und Interessenvertretungen zu Partnern einer transparenten Personalentwicklungsstrategie gemacht werden.

4. Auf eine sorgfältige Auswahl und ausgewogene Mischung unterschiedlicher Maßnahmen kommt es an:
Als Inspiration können Best Practices anderer Unternehmen zur Kompetenzentwicklung in der Digitalisierung dienen. Kooperationen bieten sich zwar an, dennoch sollten Konzepte nicht einfach kopiert, sondern an die eigene Unternehmenskultur angepasst werden.

5. Digitale Kompetenzen stärken:
Digitalkompetenz wird in allen Branchen zunehmend zu einer Kernkompetenz. Um auf individuelle Lernbedarfe eingehen zu können, sollten digitale, bedarfsgerechte Lernangebote für den Kompetenzerwerb einbezogen werden.

6. Veränderte Anforderungen an Führungskultur und -verhalten:
Führungskräfte sollten in „digitaler Führung“ und „Führen von virtuellen Teams“ qualifiziert werden, um Beschäftigte im Digitalisierungsprozess zu begleiten, zu motivieren und etwaigen Ängsten entgegen wirken zu können.

7. Systematik, Transparenz, Beratung und Bündelung:
Um Bedarfe zu identifizieren, sollten bereits vorhandene Qualifikationen systematisch erfasst werden. Der Einsatz digitaler Tools erhöht die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit, um Qualifizierungslücken zu schließen. Angebote zur Qualifizierung sollten systematisch und transparent gebündelt werden.

8. Eigenverantwortung fördern und Raum für neue Wege schaffen:
Es gibt keinen „Masterplan“ zur Gestaltung der digitalen Transformation. Der Weg führt vor allem über Experimente. Voraussetzung sind Vertrauen, Selbstbestimmung und Eigenmotivation. Um neue Wege zu gehen, sollten Freiräume geschaffen und der Transformationsprozess durch HR-Experten kompetent begleitet werden.

Über den Leitfaden

Der Leitfaden ist im Rahmen des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts „Flexibilisierung durch dynamisches Personal- und Kompetenzmanagement für wissensintensive Dienstleistungen“ entstanden. Als Grundlage dient eine Online-Umfrage, die 2016 unter Personalverantwortlichen und Beschäftigten durchgeführt wurde.

* Hier geht es zum kostenlosen Praxisleitfaden

Über Bitkom

Bitkom vertritt mehr als 2.500 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.700 Direktmitglieder. Sie erzielen allein mit IT- und Telekommunikationsleistungen jährlich Umsätze von 190 Milliarden Euro, darunter Exporte in Höhe von 50 Milliarden Euro. Die Bitkom-Mitglieder beschäftigen in Deutschland mehr als 2 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 400 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Geräte und Bauteile her, sind im Bereich der digitalen Medien tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 80 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils 8 Prozent kommen aus Europa und den USA, 4 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom fördert und treibt die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft und setzt sich für eine breite gesellschaftliche Teilhabe an den digitalen Entwicklungen ein. Ziel ist es, Deutschland zu einem weltweit führenden Digitalstandort zu machen.

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