Die Plattformökonomie schlägt zu – so lautet die Kernaussage der B2B Social-Media-Studie 2025/26 von Althaller. So setzen Unternehmen künftig bei ihren Social Media-Auftritten statt auf Masse auf Klasse. Die Zeit der Plattformvielfalt ist vorbei.
Während in den vergangenen Jahren der Ausbau von Kanalbreite dominierte, gilt heute das Prinzip Fokus schlägt Vielfalt, Qualität schlägt Quantität. Investitionen fließen also gezielter denn je: in hochwertige Inhalte, wirkungsstarken Paid Content, den strategischen Einsatz von KI sowie den Aufbau professioneller Strukturen.
Unternehmen verabschieden sich vom „Kanalsammeln“
Mit 870 teilnehmenden Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verzeichnet die aktuelle Erhebung zur Nutzung sozialer Medien in der B2B Unternehmenskommunikation einen neuen Höchststand. Die Studie wird seit 2010 von der ALTHALLER communication GmbH aus München als Langzeitstudie durchgeführt und erscheint aktuell in ihrer 15. Auflage. „Nie zuvor haben sich so viele Kommunikations- und Marketingverantwortliche – aus Konzernen, mittelständischen Firmen und kleineren Betrieben ebenso wie aus unterschiedlichsten Branchen – an der Untersuchung beteiligt, freut sich Jacqueline Althaller, Initiatorin der Studie und Gründerin von Althaller Communication.
Diese breite Beteiligung stellt sicher, dass alle Schlüsselindustrien im DACH-Raum abgedeckt sind – von Industrie, Beratung, IT über Handel, Energie und Medien bis hin zu Gesundheitswesen, Logistik und Finanzsektor. Damit ermöglicht die Studie nicht nur branchenspezifische Einblicke, sondern bietet eine verlässliche Datenbasis für Geschäftsführer und Kommunikationsverantwortliche. Zudem erscheint die Studie bewusst zum Beginn des 4. Quartals 2025 – dem Zeitpunkt, zu dem viele Unternehmen ihre Social Media Strategien überdenken und ihre Budgets für das kommende Jahr festlegen. So liefert die Daten und Analysen rechtzeitig strategische Orientierung für die Planung und Priorisierung.
Die große Resonanz unterstreicht nicht nur die Relevanz von Social Media im B2B, sondern auch das Bedürfnis nach Orientierung in einer Zeit des Umbruchs. Denn die Ergebnisse zeigen: LinkedIn bleibt zwar die unangefochtene Nummer eins, verliert jedoch leicht an Nutzungsanteilen. Plattformen wie Instagram, Facebook oder YouTube verzeichnen spürbare Rückgänge, X/Twitter und XING spielen kaum noch eine Rolle.
Wachstumsphase der Plattformexpansion beendet
Die Wachstumsphase der Plattformexpansion ist beendet – Social Media wird dort genutzt, wo es messbar zu Leads, Employer Branding oder Kundenbindung beiträgt.
Parallel dazu setzt sich ein zweiter Trend durch: Paid Content wird Pflicht. Immer mehr Sichtbarkeit im B2B ist ohne Budget kaum noch erreichbar. Vor allem in gesättigten Märkten und bei erklärungsbedürftigen Produkten rücken bezahlte Kampagnen in den Mittelpunkt und binden Social Media noch enger an klassische Marketing- und Werbedisziplinen.
Doch nicht nur die Budgets verändern sich, auch die Inhalte selbst werden neu gedacht. Statt Frequenz zählt Qualität: Videos, interaktive Formate und Thought Leadership gewinnen an Gewicht. Zwei Drittel der Befragten investieren bereits in eigene Bild- und Videoproduktionen, um komplexe Themen verständlich und zugleich emotional aufzubereiten. Social Media wird so zur Bühne für Kompetenz und Expertise – ein Kanal, auf dem Glaubwürdigkeit und Fachwissen entscheidend sind.
Eine zentrale Rolle spielen dabei Corporate Influencer und Expertenstimmen aus den Unternehmen selbst. Mitarbeitende und Führungskräfte werden zu Markenbotschaftern, die Authentizität und Fachkenntnis vereinen.
(Bild: ALTHALLER communication)
Über 40 Prozent der Unternehmen geben an, dass die kontinuierliche Erstellung relevanter Inhalte ihre größte Herausforderung darstellt. Gerade Branchen mit komplexen, erklärungsbedürftigen Produkten stoßen hier an ihre Grenzen. Um diese Lücke zu schließen, greifen viele Unternehmen auf externe Unterstützung zurück. Rund die Hälfte bindet Agenturen gezielt ein, um Content- Defizite zu überbrücken. Sie liefern Expertise, kreative Kampagnen und professionelle Produktionen – vom Whitepaper über Erklärvideos bis hin zu Paid-Media-Strategien.
KI sorgt zunehmend für Professionalisierung
Künstliche Intelligenz ist zum Standardwerkzeug geworden: Über 82 Prozent der Unternehmen nutzen sie für Texte, Grafik, Planung und Analyse. Social Media wird dadurch datengetriebener, effizienter und strategischer – in einer Geschwindigkeit, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar war.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Trotzdem bleiben Herausforderungen: Vor allem fehlen Ressourcen. Konzerne betreiben Social Media mit eigenen Units und investieren über 150 Stunden pro Woche, während kleinere Firmen die Arbeit oft noch nebenbei stemmen. Besonders hoch ist der Druck bei der Content-Produktion: Videos, Storytelling und Thought-Leadership-Formate sind aufwendig, und über 40 Prozent der Unternehmen sehen darin ihre größte Hürde. Hier schließen Agenturen und KI-Tools die Lücke – als Verstärker, die Qualität sichern, Prozesse verschlanken und Teams entlasten.
Zeiten des Ausprobierens sind vorbei
Für Jacqueline Althaller, Initiatorin der Studie und Gründerin von ALTHALLER communication, ist die Botschaft eindeutig: „Die Rekordbeteiligung zeigt eindrucksvoll, dass Social Media im B2B endgültig angekommen ist – und zwar quer über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Die Zeiten des Ausprobierens sind vorbei. Heute geht es um klare Strukturen, um Qualität statt Quantität und um den intelligenten Einsatz von Budget und Technologie. Wer diesen Weg konsequent geht, verschafft sich im Wettbewerb einen entscheidenden Vorsprung.“
Althaller B2B Social-Media-Studie
Die B2B Social-Media-Studie, als Langzeitstudie ausgelegt, dokumentiert Entwicklungen nicht nur in einer Momentaufnahme, sondern als Zeitreihe über nun schon eineinhalb Jahrzehnte. So lässt sich beispielsweise nachvollziehen, wie sich die Nutzung von Plattformen wie LinkedIn, Facebook oder XING seit 2010 verändert hat, welche Content-Formate an Bedeutung gewonnen haben und wo Budgets neu verteilt wurden. Genau diese Langzeitperspektive macht sichtbar, wie sich B2B Social-Media im DACH-Raum verändert und professionalisiert hat – und liefert damit Orientierung für Unternehmens- und Kommunikationsleitungen in einem zunehmend komplexen Marktumfeld.