Im Online-Marketing spielt maßgeschneiderter Content in jedem Bereich eine entscheidende Rolle – so auch im Social SEO. Social SEO? Ja, das ist die Fusion von Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media. Dieser Beitrag zeigt, wie Ihre Social Media-Aktivitäten Ihr SEO pushen können.
Weshalb es sich sehr lohnt, Ihre Social Media-Aktivitäten bei Ihrer SEO-Strategie zu berücksichtigen.
Social SEO: Social Media Plattformen vs. Suchmaschinen
Social Media ist mittlerweile komplett in unserer Gesellschaft angekommen: Rund 62,8 Millionen Deutsche nutzen derzeit aktiv soziale Netzwerke. Der durchschnittliche User verfügt dabei über fünf verschiedene Social Media Accounts.
Wenn es um SEO geht, sind die Zahlen rund um die Suchmaschinennutzung wichtig. Hier ist und bleibt Google der unangefochtene Marktführer – sowohl in Deutschland als auch global. Rund 96 Prozent der Suchen über mobile Endgeräte erfolgen in Deutschland über Google. Auch für etwa 81 Prozent der Desktop-Suchen wird der Spitzenreiter herangezogen.
Social Media Plattformen und Suchmaschinen unterscheiden sich wesentlich in ihrer Intention. Soziale Netzwerke haben die Absicht, Menschen miteinander zu verbinden und Neuigkeiten zu teilen. Social Media ermöglicht es, über Distanzen hinweg mit Freunden und Bekannten, Familienmitgliedern und anderen Mitmenschen in Kontakt zu bleiben. Persönliche Feeds erzeugen einen kontinuierlich aktualisierenden Strom an Updates über die Personen, für die man sich interessierst. Mittels Fotobeiträgen, Videos oder Stories kann man in Echtzeit am Leben anderer teilhaben. Social Media Plattformen haben Foren als Sammelpunkt bestimmter Interessensgruppen längst abgelöst. Heute finden sich Gleichgesinnte in sozialen Netzwerken über bestimmte Gruppen oder Hashtags zusammen und knüpfen noch direkter Kontakte miteinander.
Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Bing funktionieren im Vergleich dazu ganz anders. Ihre Aufgabe ist es, Personen mit Informationen zu versorgen, die sie benötigen – und das so präzise, relevant und aktuell wie möglich. Dabei ist das Einsatzspektrum von Suchmaschinen nicht allein auf das Finden von Antworten beschränkt. Sehr viele Nutzer haben erkannt, dass Online-Shopping hinsichtlich Preisgestaltung und Produktauswahl dem herkömmlichen Ladengeschäft überlegen ist. Auch bei Alltagsproblemen sind Google und Co. mittlerweile die erste Anlaufstelle. Das Spektrum an Suchanfragen ist so vielfältig wie die Ergebnisse der Suchmaschinen selbst: kurios, unterhaltsam, überraschend, erschreckend und banal.
Was ist Social SEO?
Der Begriff Social SEO ist möglicherweise zunächst etwas irreführend. Denn damit ist keineswegs gemeint, Ihr Social Media Profil mit SEO-Maßnahmen bekannter zu machen. Social SEO bezeichnet vielmehr die Gesamtheit an Vorteilen, die sich durch Methoden aus der Suchmaschinenoptimierung für Ihr Social Media ergeben. Verlinkungen zu Ihren Social Media Plattformen auf Ihrer Website einzubauen, greift daher in dieser Hinsicht viel zu kurz.
Social SEO ist eher als konzeptionelle Aufgabe zu sehen. Denn darunter fallen alle Aktivitäten, die darauf abzielen, Ihre Website in sozialen Netzwerken zu „empfehlen“, um von Suchmaschinen besser bewertet zu werden. Zu diesen Empfehlungen gehören Social Media Signale wie Likes, Shares und Links – auch Social Signals genannt. Ziele dieser Aktivitäten sind die Förderung sozialer Interaktionen und das Erstellen von Content, der „shareable“, also es wert ist, geteilt zu werden. Müssten Sie Social SEO einem Bereich innerhalb der Suchmaschinenoptimierung zuordnen, wäre dies am ehesten der Backlinkaufbau. Mit Social Media stehen Ihnen somit Offpage Maßnahmen zur Verfügung, die Sie nicht unberücksichtigt lassen sollten.
Der Einfluss von Social Media auf die Suchmaschinenoptimierung
Zusammengefasst basiert Social SEO auf folgender Grundidee: Social Signals weisen darauf hin, dass User in sozialen Netzwerken beispielsweise über ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Marke sprechen.
Was sind Social Signals?
Social Signals sind beispielsweise Likes, Kommentare und Shares, die Menschen in den sozialen Netzwerken verteilen. In der Theorie verbessert dies das Ranking einer Website, in der der thematisierte Content vorkommt. Denn Suchmaschinen betrachten diese Signale als vertrauenswürdige Empfehlungen – ähnlich wie Backlinks, nur nicht ganz so stark. Doch was sagt Google dazu?
Wie so oft, gibt es von Google keine klare Antwort darauf. In solchen Fällen greifen Online Marketer gerne zu Case Studies. In den letzten Jahren gab es zum Thema Social SEO einige Studien von einzelnen SEOs. Einer davon ist der britische SEO Matthew Woodward, der folgende Erfahrung gemacht hat: Nachdem der Blogbeitrag „What Not To Eat: 15 Unhealthiest Foods On The Planet“, den sein Team für Inspiyr.com verfasste, einmal auf Social Media geteilt wurde, häuften sich die Shares, bis der berühmte Schauspieler George Takei ihn schließlich auf Facebook verlinkte. Danach kletterte der Artikel in Google auf Platz zwei und schließlich auf den heißbegehrten ersten Platz in den Suchergebnissen.
Wie beeinflussen Social Signals die Suchmaschinenoptimierung?
Der Zusammenhang in der genannten Case Study bestätigt zwar nicht das Ursache-Wirkung-Prinzip. Nichtsdestotrotz haben Social Signals einen starken Einfluss auf SEO. Sie ähneln in gewisser Weise den Backlinks, entstehen aber durch Social SEO. Wird in sozialen Medien über ein Thema oder einen Blogbeitrag gesprochen, bedeutet diese Interaktion mit echten Nutzern, dass das Thema für diese Relevanz besitzt. Für Google ist dies ein vertrauenswürdiges Signal, das die Bedeutung des Themas noch unterstreicht. Backlinks sind zwar nach wie vor eine der Schwergewichte unter den SEO-Signalen, die Social Signals können aber durchaus als ihre kleine Schwester betrachtet werden. Nicht nur auf direktem Weg beeinflussen Social Signals die Suchmaschinenoptimierung. Es gibt auch indirekte Wege, die zu mehr Erfolg im SEO beitragen.
Stand: 08.12.2025
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Die Erwähnung Ihres Contents in Ihren Social Media Beiträgen führt beispielsweise zu mehr Traffic auf Ihrer Website. Zusätzlicher Traffic entsteht immer dann, wenn die Beiträge in weiten Kreisen geteilt werden. Tauchen sie in anderen Blogs auf, steigt die Zahl der Leser zusätzlich an. Dies ist zwar regulärer Traffic, der jedoch ohne die Vorarbeit auf den sozialen Plattformen gar nicht erst entstanden wäre. Je nachdem, wie viral Ihre Beiträge gehen, schaffen Sie es zudem mehr Brand Awareness und Reichweite in Ihrer Zielgruppe zu generieren. Üblicherweise werden Inhalte vor allem in der eigenen Interessensgruppe geteilt, was Ihre Markenbekanntheit genau bei den richtigen Personen steigert.
Social SEO: Das Zusammenspiel von Content, Social Media und SEO
Wie bereits erwähnt, ist Social SEO alles andere als eine eigenständige Disziplin. Tatsächlich handelt es sich bei Social SEO vielmehr um ein einander bedingendes Geflecht von drei Bereichen: Content Marketing, Social Media Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Für gutes Social SEO ist ein fachübergreifendes und damit interdisziplinäres Zusammenspiel der Marketingbereiche notwendig. Am Startpunkt jeder Bestrebung steht eine erfolgreiche Social Media Strategie. Die Vernetzung mit den weiteren, an Social SEO beteiligten Bereichen ist sozusagen der Bonus im funktionierenden Social Media Marketing. In einem gegenseitigen Bedingungsgeflecht stehen mit dem Social Media Marketing dann die Content Strategie und SEO-Bestrebungen.
Social Media Marketing ist zunächst notwendig, um beispielsweise Content aktiv zu bewerben. SEO wiederum nimmt großen Einfluss auf die Content Strategie, denn idealerweise nimmt der Content die wichtigen Keywords auf und unterstützt dadurch wiederum das Ranking. Entstehen im Rahmen der übergreifenden Social SEO Intention auch noch Social Signals, ist bereits ein hohes Level an Marketingerfolg erreicht. Social Signals und Backlinks werden vor allem dann in relevantem Umfang generiert, wenn die Inhalte von möglichst vielen Nutzern geteilt oder positiv bewertet werden. Je mehr Nutzer erreicht werden, desto größer ist die Chance auf einen positiven Effekt.
Die Vorteile von Social SEO
Ein großer Vorzug von Social SEO ist, dass die Inhalte, mit denen interagiert wird, gar nicht unbedingt von Ihnen selbst verteilt werden müssen. Wenn Sie nur wenige Kapazitäten frei haben, kann es für Social SEO genauso erfolgversprechend sein, Ihren Nutzern Inhalte zur Verfügung zu stellen, die „shareable“ sind – wie beispielsweise schnell umsetzbare Tipps oder kleine Checklisten zu einem bestimmten Thema. Auch diese können von Ihren Nutzern positiv bewertet werden, was wiederum die Reputation Ihrer Website verbessert. Solch eine Social Media Distribution muss ebenfalls auf einer genau abgestimmten Content Strategie fußen. Es ist wichtig, auch hier herausragende Inhalte zu wählen, die perfekt in ein gutes Ranking passen und sich zudem für die einfache Verbreitung eignen.
Ein weiterer Vorteil von Social SEO: die meisten Social Media Plattformen besitzen eine native Analytik. Sie können demnach auch ohne ein zusätzliches Analysetool sehen, wie viele Nutzer Ihren Post nicht nur gesehen, sondern auch den Link angeklickt haben. Aus diesen Informationen ergeben sich neue Möglichkeiten, Ihre Content Planung zu gestalten. Denn mithilfe der Klickzahl können Sie die Interessen der Zielgruppe herausfinden und Ihren zukünftigen Content so planen, dass er viel besser an die tatsächlichen Interessen der Zielgruppe angepasst ist.
Fazit: Chancen von Social SEO für Dein Online-Marketing
Sie betreiben für Ihre Website bereits SEO, haben einen Social Media Marketing-Plan und stimmen Ihren Content auf die Resultate ab? Dann machen Sie schon die wichtigsten Punkte für Social SEO richtig, denn diese drei Faktoren sorgen für Erfolg. Es kommt bei Social SEO weniger darauf an, Ihre Postings mit Tags zu füllen, sondern vielmehr darauf, Ihre Zielgruppe mit relevanten Informationen zu versorgen, die zum Teilen anregen. Je weitreichender Ihre Social SEO Inhalte geteilt werden, desto mehr Vorteile erhalten Sie dadurch. Sei es eine verbesserte Brand Awareness oder wertvolle Backlinks – tatsächliche Resultate auf das Ranking Ihrer Website werden sich erst dann zeigen, wenn Sie diesen Erfolg einige Zeit aufrecht erhalten. Da Social Signals von Google vergleichsweise schwach bewertet werden, lohnt es sich nicht, die reguläre SEO-Strategie zu vernachlässigen. Social SEO ist vielmehr der Faktor, der sowohl Social Media als auch SEO gut miteinander verbindet. Deswegen sollte der Begriff Social SEO auch zur Beschreibung der Gesamtstrategie verwendet werden. Greifen alle Zahnräder perfekt ineinander, entsteht der Social SEO-Erfolg als Synergieeffekt nahezu von selbst, was für den Rankingfaktor Ihrer Website gewinnbringend ist.
*Bernadette Zagermann ist Digital Marketing Managerin bei eMinded.