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Vom Content-Management zum Customer Experience Management Was Firmen beim Einsatz von CMS und WCM beachten sollten

Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Web-Inhalte in unterschiedlichen Formaten über verschiedene Kanäle und Geräte hinweg zu verwalten und zu organisieren, ist eine Herausforderung, der sich aktuell immer mehr Unternehmen stellen müssen.

27 Prozent der Marketingverantwortlichen in Unternehmen geben an, die Pflege ihrer Webseite sei die Hölle.
27 Prozent der Marketingverantwortlichen in Unternehmen geben an, die Pflege ihrer Webseite sei die Hölle.
(Bildquelle: Adobe/Econsultancy)

Doch ist die Pflege von Webseiten wirklich so schwierig und komplex, wie es den Anschein hat? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studie zum Thema Web Content Management (WCM), die Adobe gemeinsam mit der Beratungsfirma Econsultancy durchgeführt hat. Im Rahmen des „Quarterly Digital Intelligence Briefing“ wurden weltweit 1.000 Online-Experten befragt, darunter Marketingverantwortliche, Webentwickler und Manager aus anderen Geschäftsbereichen. Hartmut König, Senior Solutions Consulting Manager DACH bei Adobe, stellt im Interview einige zentrale Ergebnisse der Befragung vor und erläutert, wie Unternehmen die Verwaltung ihrer Webseite deutlich einfacher gestalten können.

Laut Ihrer Untersuchung sind 27 Prozent der weltweit befragten 1.000 Online-Experten der Meinung, die Pflege ihrer Webseiten sei die Hölle. Warum stellt eine Webseite Unternehmen vor so große Herausforderungen?

Die Webseite eines Unternehmens ist grundsätzlich wunderbar geeignet, um sich mit Multichannel-Kundenerlebnissen vom Wettbewerb zu differenzieren. Allerdings werden die Inhalte immer umfangreicher. Außerdem greifen zunehmend mehr Nutzer mit mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones auf Webseiten zu, was die Anforderungen an die Verwaltung einer Plattform enorm erhöht. Doch das sind eigentlich nur Nebenschauplätze. Die Pflege der Webseiten ist vor allem deshalb die Hölle, weil die gegebenen IT-Infrastrukturen derzeit mit den Bedürfnissen der Marketer nach Flexibilität, Reaktionsschnelligkeit und Internationalisierung einfach nicht mehr Schritt halten können.

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Was können Sie uns empfehlen? Wie kann man die Herausforderungen der mobilen Welt meistern?

Früher oder später müssen die IT-Infrastrukturen angepasst werden. Bis dahin gilt für Marketer die Devise, sich in Geduld zu üben – auch wenn das häufig schwer fällt. Davon abgesehen, gibt es besonders im mobilen Bereich einen großen Nachholbedarf bei der Personalisierung von Inhalten. Aufgrund der kleineren Displays von Smartphones und der kurzen Aufmerksamkeitsspannen ist Personalisierung besonders wichtig. Neben der Frage, wie sich die Qualität der Kundenansprache erhöhen lässt, geht es für die meisten Unternehmen auch immer noch darum, die Inhalte aus einer Quelle – also einem Content Management System (CMS) – auf alle Kanäle auszuspielen. Eine mobile Webseite zahlt sich generell aus: Diese verdreifacht die Wahrscheinlichkeit, mobile Konversionsraten von mehr als fünf Prozent zu erzielen.

Kann ein Content Management System helfen? Und wenn ja, warum?

Der ständig wachsende Content stellt Firmen vor immer neue Herausforderungen. Neben Content-Managern stellen Marketing-Manager, Fachexperten sowie IT-Spezialisten und andere Mitarbeiter einer Organisation Inhalte auf einer Unternehmenswebseite ein. All diese Inhalte müssen in Einklang gebracht werden. Ein CMS, das die Nutzerwünsche antizipiert und eine kontinuierliche und nahtlose Zusammenarbeit ermöglicht, erleichtert allen Beteiligten die tägliche Arbeit ungemein.

Warum ist der Einsatz eines CMS für Unternehmen heute so wichtig? Welche Vorteile ergeben sich dadurch?

Wie die Umfrage zeigt, kann ein Content Management System dabei helfen, das Nutzer- und Kunden-Engagement zu verbessern und ein Unternehmen oder eine Marke mit positiven Erfahrungen zu verbinden. Darüber hinaus kann es dazu beitragen, die Reichweite zu erhöhen und den Umsatz anzukurbeln. Außerdem sind Kosteneinsparungen und eine höhere Nachfrage möglich.

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