Fair, transparent und authentisch

Wie gelebte Markenwerte zu mehr Wertschöpfung führen

| Redakteur: Dr. Gesine Herzberger

Die Nachhaltigkeit gewinnt auch im B2B immer mehr an Bedeutung. Das Thema beeinflusst nicht nur das Markenimage, sondern wirkt sich auch direkt auf den Unternehmenserfolg aus.
Die Nachhaltigkeit gewinnt auch im B2B immer mehr an Bedeutung. Das Thema beeinflusst nicht nur das Markenimage, sondern wirkt sich auch direkt auf den Unternehmenserfolg aus. (Bild: gemeinfrei / CC0)

In der heutigen Zeit erkennen immer mehr B2B-Firmen die große Bedeutung der Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR). Dabei dürfen Unternehmen den Anschluss nicht verpassen, denn das Thema Nachhaltigkeit beeinflusst nicht nur das Markenimage, sondern wirkt sich auch direkt auf den Unternehmenserfolg aus.

Voraussetzung für den Erfolg im CSR sind nachhaltige Werte, aufbauend auf einer durchgängigen und transparenten Strategie. Wie wichtig es dabei ist, dass die Nachhaltigkeitsstrategie fest im Unternehmen verwurzelt ist und von allen Mitarbeitern gelebt wird, erfuhren die Teilnehmer der bvik-Veranstaltung bei der Uzin Utz AG in Ulm zum Thema „Nachhaltigkeit als Unternehmensstrategie und Umsetzung von CSR im B2B-Marketing“.

Bei Uzin Utz, einem weltweit agierenden Komplettanbieter für Bodensysteme, spielt Nachhaltigkeit seit jeher eine große Rolle und ist Teil der Unternehmensphilosophie. Das Ulmer Unternehmen nimmt sich mit seinem Nachhaltigkeitsengagement in die unternehmerische Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Branche, Gesellschaft und der Umwelt. Ein Pionier in diesem Bereich ist Dr. H. Werner Utz, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Uzin Utz AG, der sich bereits in seiner Dissertation 1975 mit dem Thema „Wettbewerbsvorteil durch Nachhaltigkeit“ beschäftigte und seine „grünen“ Ideen bis heute in das Familienunternehmen einbringt. „Nachhaltiges Handeln bedeutet – heute und zukünftig – verantwortungsvoll zu agieren. Dieser Leitgedanke ist seit jeher in unserer Unternehmenskultur verwurzelt“, erklärt der Visionär.

Mitarbeiter als Markenbotschafter

Bereits Anfang der 80er Jahre hat sich Uzin Utz mit der Umweltverträglichkeit seiner Produkte beschäftigt und trotz zunächst fehlender Marktakzeptanz 1987 als Vorreiter in der Branche erfolgreich den ersten lösemittelfreien Klebstoff auf den Markt gebracht. „Nachhaltigkeit bei Produkten und Dienstleistungen heißt nicht nur Ökologie, Gesundheitsverträglichkeit und Qualität, sondern vor allem Innovation. Wir sehen uns als innovatives Unternehmen mit einer sehr hohen Neuheitsquote“, macht der Aufsichtsratsvorsitzende deutlich. Dabei sei es wichtig, dass ein innovatives Produkt immer an die sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten andockbar und die Nachfrage vorhanden sein muss.

Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der gelebten Nachhaltigkeitsidee spielen laut Dr. Utz die Mitarbeiter: „Das Wichtigste ist, dass man die eigenen Mitarbeiter für das Thema begeistert, denn sie müssen dahinter stehen und es nach außen tragen. Die Mitarbeiter sind demnach wertvoller als jede 'grüne' Broschüre.“ Die interne Kommunikation sei daher ein zentraler Aspekt der erfolgreichen Implementierung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Denn nur, wenn die Idee innerhalb des Unternehmens kommuniziert und gelebt wird, kann diese auch authentisch und glaubwürdig nach außen getragen werden.

GreenTech als „DNA“ des Unternehmens

Ein Unternehmen, das das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls in das Markenbild integriert hat und offen nach außen kommuniziert, ist ebm-papst. Der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren legt mit seinem GreenTech-Label ein bewusstes Bekenntnis zur Nachhaltigkeit ab. „Unser GreenTech ist integraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosphie und fest in unserer Marketingstrategie verankert“, erklärt Kai Halter, Director Marketing der ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG und Vorstandsvorsitzender des bvik. Aus diesem Grund ist es für das Unternehmen leicht, diese Philosophie als Bestandteil der Marke nach innen und außen zu leben. „Für unser GreenTech-Label mussten wir keine neuen Geschichten erfinden, denn diese entstehen jeden Tag an vielen Stellen in unserem Unternehmen, seit seiner Gründung.“

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