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Gesucht und gefunden Das sind die online aktivsten B2B-Unternehmen Deutschlands

| Redakteur: Gesine Herzberger

Haben Sie schon einmal Ihr Unternehmen gegoogelt? Wenn nicht: Tun Sie es! Einige dürften überrascht sein, wie wenige – oder gar keine? – Treffer der eigene Firmenname in den Toplisten von Google erzielt.

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Die Grafik bildet die Online-Aktivität der 45 untersuchten B2B-Unternehmen ab. Der Wert „Web“ (grün) setzt sich aus der Reputation der Website und der Besucherzahl zusammen. „SEO“ (hellgrau) bezeichnet die Sichtbarkeit des Unternehmens in Suchmaschinen. „Social“ zeigt schließlich an, wie präsent die Unternehmen im Social Web sind.
Die Grafik bildet die Online-Aktivität der 45 untersuchten B2B-Unternehmen ab. Der Wert „Web“ (grün) setzt sich aus der Reputation der Website und der Besucherzahl zusammen. „SEO“ (hellgrau) bezeichnet die Sichtbarkeit des Unternehmens in Suchmaschinen. „Social“ zeigt schließlich an, wie präsent die Unternehmen im Social Web sind.
(Bildquelle: Absolit Dr. Schwarz Consulting)

Dabei ist das Internet neben dem Messeauftritt für B2B-Unternehmen inzwischen die wichtigste Quelle neuer Kunden. Dass dennoch nur wenige dieser Firmen aktiv Leads generieren, stellt die Studie „B2B Online 2013“ von Absolit Consulting fest. „Selbst mit ihren Produktbegriffen sind Weltmarktführer oft nur schwer in Suchmaschinen zu finden“, kritisiert Studienautor Torsten Schwarz. Im Rahmen der Untersuchung wurde die Präsenz von 45 B2B-Unternehmen in Web, Suchmaschinen und Social Web analysiert und verglichen. Das Ergebnis: B2B-Unternehmen denken noch zu wenig an Suchmaschinen – und bleiben in der Folge als wahre „Hidden Champions“ online häufig unentdeckt.

Anbieterrecherche via Suchmaschine

Mit 97 Prozent verwendet fast jeder Internetnutzer Suchmaschinen zur Anbieterrecherche. Unternehmen wie BASF werden dabei schnell gefunden: Der Chemiekonzern ist mit über 8000 Suchworten in den Toplisten von Google präsent und belegt in der B2B Online-Studie Platz 1. Bei 40 Prozent der 45 untersuchten B2B-Unternehmen sieht es allerdings ganz anders aus: Sie sind nur mit weniger als tausend Suchworten vertreten. Viele davon zudem mit Kombinationen des eigenen Firmennamens statt mit den für die Neukundengewinnung interessanten generischen Begriffen.

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Generische Suchworte

Zurück zum Beispiel BASF: Das Unternehmen ist mit ganz unterschiedlichen Suchworten wie „Duales Studium International“, „Bernsteinsäure“ oder „Volontariat Unternehmenskommunikation“ auf der Google-Startseite vertreten. Der Energie- und Automatisierungstechniker ABB steht mit Begriffen wie „Prozessautomation“, „Generatorschalter“ und „Trockentransformatoren“ auf Platz eins. Gibt der User die Begriffe „Gasheizung“, „Mikro Blockheizkraftwerk“ oder – ganz praktisch – „Heizung modernisieren“ in den Google-Suchschlitz ein, wird ihm Heiz-, Lüftungs- und Klimatechniker Vaillant auf Platz eins im Ranking angezeigt.

.com bei Domainnamen im Trend

Der Webauftritt eines B2B-Unternehmens besteht meist aus rund 20.000 einzelnen Webseiten, die mit einem Content-Management-System verwaltet werden. B2B-Webseiten haben im Durchschnitt etwa 200.000 Besucher pro Monat. Bei der Wahl der Domainnamen gibt es noch keinen Standard; der Trend geht jedoch zu einem weltweit einheitlichen Domainnamen, der meist mit .com endet. Lohnenswert und aufschlussreich ist für B2B-Konzerne auch die Auswertung der Besucherherkunft: So steht bei Akzo Nobel und SKF Indien ganz oben auf der Liste der Herkunftsländer, ebm-papst, Heideldruck und Schaeffler werden dagegen eher von chinesischen Usern geklickt.

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