Rückblick B2B Days 2017

„Die Zukunft der Kundenkommunikation findet auf Augenhöhe statt“

| Autor: Georgina Bott

Am 11. und 12. Oktober fanden in Würzburg die B2B Days statt. Unter dem Motto „Customer First!“ drehte sicht in Würzburg alles rund um Marketing und Marken-Management im B2B.
Am 11. und 12. Oktober fanden in Würzburg die B2B Days statt. Unter dem Motto „Customer First!“ drehte sicht in Würzburg alles rund um Marketing und Marken-Management im B2B. (Bild: Vogel Business Media © Stefan Bausewein)

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„Customer first!“ – was das für Marke und Marketing eines Unternehmens bedeutet, erfuhren die Teilnehmer der marconomy B2B Days am 17. Und 18. Oktober 2017 in spannenden Praxiscases, Expertenvorträgen und Workshops. Das waren die Highlights…

„Reine Größe eines Unternehmens bringt keinen Erfolg mehr! Agilität und Geschwindigkeit lösen Größe ab.“ – Mit diesen Worten eröffnete Catharina van Delden von innosabi die marconomy B2B Days 2017. Die Digitalisierung bringt ein ganz anderes Wettbewerbsumfeld mit sich. Das spiegelte sich auch im Motto der Konferenz wieder: „Customer First! Kundenorientierung in Zeiten kollektiver Vernetzung“. Am 17. und 18. Oktober 2017 drehte sich in Würzburg alles darum, wie Kunden in den Mittelpunkt der unternehmerischen Tätigkeiten gestellt werden und wie Unternehmen mit der Digitalisierung in Sachen Markenbildung und Marketing umgehen können. Während in Großkonzernen vor allem Hierarchien und Silo-Denken vorherrschen, leben Start-Ups vom Austausch auf Augenhöhe im Team – aber auch mit Kunden, erklärte Catharina van Delden in ihrer Eröffnungs-Keynote. „Agilität hilft, den Berg von immer neuen Aufgaben durch immer neue Herangehensweisen zu bekämpfen“, so van Delden. Zum Einstieg in die beiden Tage gab sie den Teilnehmern spannende Impulse, Strategien und Praxisbeispiele unter anderem von Bayer, Daimler und der Postbank mit auf den Weg.

„Wenn man agil sein will, muss man die Menschen miteinander verbinden“

Wie verändert sich Markenführung im digitalen Zeitalter? Welche Relevanz hat die Marke für den Vertrieb? Welchen Einfluss hat die Vernetzung auf Geschäftsmodelle und wie transformieren sich diese? Der erste Tag der B2B Days – die B2B Markenkonferenz – widmete sich mit Praxiscases, Workshops und Vorträgen von echten Marken-Experten genau diesen Fragen.

Den Anfang der Praxiscases machte Peter van Hoecke, CEO der Van Hoecke NV. Unter dem Titel „Wachstum braucht Revolution“ präsentierte er den Teilnehmern der B2B Days seine Wachstumsstrategie und erklärte, warum eine bekannte Marke und ein starkes Produkt dazu notwendig sind. Im Praxiscase stellte er den Teilnehmern die Ta’or Box vor, die Van Hoecke NV revolutioniert hat. Damit war der Startschuss für die internationale Marken-Bekanntheit gemacht. „Wenn man agil sein will, muss man die Menschen miteinander verbinden“, so van Hoecke. Und das geht am besten, wenn man seine Produkte in spannende Geschichten verpackt.

Elf Geschäftsbereiche, jede Menge Produkte und Informationen über Karriere und Services – das war die Basis für den digitalen Relaunch der Marke Liebherr. Im zweiten Praxiscase der B2B Days sprach Klaus Cloppenburg von interactive tools, über das Making of Liebherr.com. Durch einige Usability-Tests der alten Webseite und durch Anforderungs-Workshops im Unternehmen war schnell klar: ein Continous Relaunch, der die Komplexität und Internationalität der Marke vereint musste her. Durch die Integration von MAM, PIM und CMS konnte eine durchgängige User Experience geschaffen werden, die den User per Content über die Webseite führt.

„Die Digitalisierung ist pure Energie für die Marke.“

„Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass die richtige Geschichte und die richtigen Themen beim Kunden ankommen“, sagte Gerhard Preslmayer, Geschäftsführender Gesellschafter von SPS Marketing in seinem Expertencase „Employees frist!“. Um in Zukunft Fachkräfte langfristig an ein globales Unternehmen zu binden, spielt neben dem langfristigen Aufbau der Arbeitgebermarke auch die interne Kommunikation und Vernetzung mit digitalen Tools eine wichtige Rolle. Das hat der Automobilzulieferer und –hersteller Magna Steyr erkannt und das Programm „MyLife at Magna Steyr – my place to be“ entwickelt. Gemeinsam mit SPS Marketing entwickelten sie eine Strategie zur internen Kommunikation mittels der MyLife App.

Wie kann die Digitalisierung angepackt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich Olaf Moerk von DEHN + SÖHNE, in seinem Praxiscase „Der einfache Weg in die digitale Transformation“. Er sieht die Digitalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Chance für Unternehmen. Besonderen Fokus legte Olaf Moerk auf das Thema Emotionen: „Jedes Produkt kann emotional sein. Emotion macht Spaß und hilft durch die Digitalisierung! Und die Digitalisierung ist pure Energie für die Marke.“

Im letzten Praxiscase des Tages nahm Sebastian Wiese, verantwortlich für E-Commerce und Digital Business bei Zeppelin, die Teilnehmer mit auf eine Reise durch Zeppelin’s Digitalstrategie. „Wir müssen uns damit beschäftigen, dass unsere Kunden in Zukunft einen anderen Anspruch an uns haben“, so Sebastian Wiese. „Ein Kunde wird nie für Technologie bezahlen, er will Lösungen.“ Wie sich Zeppelin anhand von anderen großen Industrien orientiert hat und sich die Marke von einem Asset Dealer zur Plattform für die Konstruktions-Industrie entwickelte, waren zentrale Punkte in seinem Case. „Wir werden Technologie überall erleben und es wird nicht mehr lange dauern, bis neue Interfaces und Co. Auch im B2B ankommen“, gab er den Teilnehmern mit.

Persönlicher Elevator Pitch und direkter Austausch in den Workshops

Performen und darauf warten, entdeckt zu werden? Das bringt heute niemanden mehr in eine Führungsposition! Regina Mehler, Unternehmerin und Gründerin des Start-ups 1ST ROW und der WOMEN SPEAKER FOUNDATION, erklärte in ihrem Impulsvortrag, wie wichtig es ist, für sich selbst Marketing zu machen. Unter dem Motto „Build your own Brand“ gab sie den Teilnehmern wertvolle Impulse an die Hand. Der Nummer eins Take-Away aus ihrem Vortrag: Sagen Sie Ja! „Wenn Sie ein Kollege fragt, ob Sie die Präsentation beim Kunden übernehmen können und Sie zögern, dann schürt das Zweifel. Ihr Gegenüber wird Sie fragen, ob sie fachlich nicht in der Lage sind. Also sagen Sie immer Ja – mit diesem Mut gewinnen Sie Vertrauen und Anerkennung“, so Regina Mehler. Im anschließenden Workshop von Regina Mehler konnten die Teilnehmer das Gelernte aus dem Impulsvortrag direkt in die Praxis umsetzen – und zwar mit einem persönlichen Elevator Pitch inklusive Feedback von Regina Mehler und den Teilnehmern.

Im Workshop „Revolution braucht Revolutionäre“ ging Wolfgang Eitelbuss, Gründer und Inhaber von LIGHTHOUSE, ergänzend zum Praxiscase „Wachstum braucht Revolution“ auf seine Erlebnisse bei der Implementierung einer neuen Marke in einem gut funktionierenden Unternehmen ein. Voll besetzt war auch die Vertiefungssession von Tina Schäfer, Unit Director und Mitglied der Geschäftsleitung von Vogel Corporate Media, zum Thema „Markenrepositionierung durch Content Marketing“. In dieser interaktiven Session standen die Teilnehmer im direkten Austausch mit Tina Schäfer und konnten ihre Erfahrungen rund um das Thema Content Marketing abfragen.

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