Rückblick B2B Days 2017

„Die Zukunft der Kundenkommunikation findet auf Augenhöhe statt“

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Gerade im B2B Bereich gibt es komplexe und erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen. Wie schaffen es Unternehmen diese in Kürze und auf den Punkt gebracht an den Kunden zu vermitteln? Mit Videos! In ihrem Expertencase zeigte Sahar Kia von Verklickern den Teilnehmern die verschiedenen Einsatzbereiche und Besonderheiten von Erklärvideos. Ihr Motto: „Es gibt nichts, was nicht erklärbar ist!“

„Viele Kunden haben bereits vor dem ersten Touchpoint mit Ihrer Firma eine Kaufentscheidung getroffen“, begann Philipp Moder von Phocus Direct Communication seinen Expertencase. Trotz Lead-Scoring bleibe oft die Frage, ob der Kontakt tatsächlich ein potenzieller Kunde oder nur ein Content-Konsument ist. Philipp Moder zeigte den Teilnehmern in seinem Vortrag auf, wie der digitale Fußabdruck von Kunden und Interessenten gezielt verwendet werden kann, um dem Vertrieb nur noch hochqualifizierte Leads zu übergeben.

Im letzten Expertencase des B2B Marketingkongresses drehte sich alles um das Thema Marketing Automation. „Sie tun alles um Ihre Webseite zu befeuern, Sie kaufen Traffic, Sie bieten Whitepaper an. Aber am Ende konvertieren immer nur maximal zwei Prozent Ihrer Besucher. Das ist doch Verschwendung Ihrer Arbeit“, rüttelte Alexander Körner von b.relevant die Teilnehmer wach. Welche Benefits sich für seinen Kunden SCHOTT durch Marketing Automation ergeben haben, war das Hauptthema seines Vortrags.

„Marketing Automation ist kein Nebenjob“

Auch an Tag zwei der B2B Days hatten die Teilnehmer die Option in verschiedenen Workshops aktiv zu werden. Den Start machte Alexander Körner von b.relevant mit dem Workshop zum Thema „Erfolgsfaktoren für den Einsatz von Marketing Automation“. In seinem Vortrag lernten die Teilnehmer 16 Erfolgsfaktoren für Marketing Automation kennen und umzusetzen. Seine Message an die Teilnehmer: „Marketing Automation ist kein Nebenjob und Expertise fällt nicht einfach vom Himmel!“

Im zweiten Workshop konnten die Teilnehmer alles rund um das Thema Videos im B2B erfahren. Bernd Meidel von Vogel Business Media und Thilo Büsching von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt erklärten anhand des WiViMo 8x4 wie gutes Video-Management in Unternehmen aussehen kann. Anhand von spannenden Praxisbeispielen wurden die Teilnehmer direkt in die Analyse von B2B-Videos eingeführt.

Am Nachmittag ging es dann in die nächste Workshop-Runde. Im Workshop „Digital Success: Wie digitale Vorreiter ihre Kunden in Zeiten des beschleunigten, digitalen Wandels in den Mittelpunkt stellen“ lernten die Teilnehmer alles rund um den Kundenfokus. Christian Rademacher und Dominik Schmidt von Sitecore Deutschland gaben den Teilnehmern Tipps und Tricks, wie sie bei ihren Kunden mit den richtigen Inhalten zur richtigen Zeit punkten können.

Alles rund um die Digitalisierung im Messewesen erfuhren die Teilnehmer der B2B Days im Workshop von Frederik Dallas von Keck. Wie die Digitalisierung das Messewesen vor Herausforderungen stellt und wie diese gemeistert werden können, war der zentrale Fokus in diesem Workshop. Frederik Dallas forderte auf, umzudenken: „Dinge können plötzlich anders gemacht werden, weil es andere Technologien gibt.“ Das zähle auch im Messewesen.

In einem weiteren Slot am Nachmittag drehte sich alles rund um das Themen CRM und die MarTech-Konferenz. Georg Blum von 1a Relations nahm die Teilnehmer zuerst mit auf eine Reise durch die CRM-Welt. Im Rahmen der Cebit 2017 wurde erstmals der CASSIOPEIA-Award verliehen. Mit ihm wird Software ausgezeichnet, die es dem User erleichtert, seine Arbeit effizient zu gestalten. Wer die Gewinner waren und was das besondere an ihrer Software war, wurde von Georg Blum vorgestellt. Außerdem brachte er die neusten Trends in Sachen Marketing Technologie Management aus Boston mit. Er gab den Teilnehmern spannende Impulse von der MarTech-Konferenz an die Hand.

„Sie können alle Pläne dieser Welt machen, schlussendlich müssen Sie aber loslegen!“

Wussten Sie schon, dass Toyota-Prius-Fahrer in den USA mit einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit Obama-Wähler waren? Durch Daten können jede Menge Erkenntnisse über einzelne Personen gewonnen werden. Aber keine Datenanalyse der Welt macht Sinn ohne die richtige Botschaft, die an den Adressaten transportiert wird. In seiner Keynote „Tweets, Social Bots und Big Data – werden so die Wahlen der Zukunft gewonnen?“ gab Julius van der Laar, der international als Kampagnen- und Strategieberater für Unternehmen und Non-Profit Organisationen tätig ist, einen tiefen Einblick in heutige Wahlkampfstrategien. Er begleitete die Obama-Kampagne seit 2007 von Anfang an mit. Damals kannten nur sehr wenige US-Bürger Barack Obama und die Wahlkämpfer hatten gerade einmal 18 Monate Zeit, um ihn bekannt zu machen. „Das ist wie mit einer Marke. Wenn sie unbekannt ist, ist die Marktdurchdringung schwer“, so van de Laar. Wie also hat es Obama geschafft sich gegen Clinton durchzusetzen? „Seine Botschaft von einer Zukunft war entscheidend“, so van de Laar.

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Wahlkampfstratege van der Laar ist davon überzeugt, dass es bei einer Kampagne vor allem auf den Blick in die Zukunft und auf eine emotionale Botschaft ankommt. Besonders erstaunlich sei auch der Aufstieg des 70-jährigen Sozialisten Bernie Sanders gewesen. Er begeisterte im Vorwahlkampf vor allem die jungen Menschen mit seiner Vision von einer gerechteren Welt, für die er sein Leben lang aktiv war. Er habe seine Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft genutzt, um seine Anhänger zu Botschaftern für sich zu machen.

Seit dem Obama-Wahlkampf werde viel über die Macht von Daten gesprochen. Doch keine Datenanalyse könne helfen, wenn der Empfänger nicht verstehe, wer der Absender der Botschaft wirklich ist und wofür er steht. Zum Ende seiner Keynote gab Julius Van de Laar den Teilnehmern ein wichtiges Learning aus seinen Erfahrungen im Obama-Wahlkampf mit auf den Weg: „Sie können alle Pläne dieser Welt machen, schlussendlich müssen Sie aber loslegen! Es reicht nicht, einfach nur authentisch zu sein. Das Wichtigste ist, dass man weiß, wer der Rollenpartner ist und dass man in dieser Rolle gut ist. Und das hat Obama verstanden!“

Mit diesem Finale fanden die B2B Days ein würdiges Ende – und entließen Teilnehmer, Aussteller, Sponsoren und nicht zuletzt das Team mit einer gehörigen Portion Vorfreude auf die B2B Days 2018.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle natürlich auch unseren tollen Sponsoren, ohne die die B2B Days 2017 in dieser Form nicht möglich gewesen wären:

* B2B Days verpasst? Schade! Unsere umfangreiche Bildergalerie bietet Ihnen als kleinen Trost einige Impressionen.

B2B Days 2017
Bildergalerie mit 181 Bildern

** Save the Date: Die nächsten B2B Days finden am 23. und 24. Oktober 2017 in Würzburg statt!

*** Wir freuen uns jederzeit über Praxiscase-Vorschläge aus B2B-Unternehmen! Wenn Sie bei den nächsten B2B Days gern als Referent dabei sein würden, schicken Sie eine E-Mail an redaktion@marconomy.de.

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