Big Data

Strukturiertes Datenmanagement – wissen, was das Unternehmen weiß

| Autor / Redakteur: Ulrike Kogler / Dr. Gesine Herzberger

Es ist wichtiger als je zuvor, alle relevanten Informationen zur richtigen Zeit für die Entscheidungsfindung zur Hand zu haben.
Es ist wichtiger als je zuvor, alle relevanten Informationen zur richtigen Zeit für die Entscheidungsfindung zur Hand zu haben. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Um trotz Digitalisierung effizient arbeiten zu können und neue Trends nicht zu verschlafen, müssen B2B-Unternehmen auf diesen Wandel schnell reagieren. Denn mit den sich ändernden Marktbedingungen steigen auch die Anforderungen an Marketing und Vertrieb.

Digitale Daten, aber…

Einige Bereiche werden von B2B-Unternehmen bereits zu einem großen Teil digital abgewickelt, beispielsweise die Generierung von Leads. Im Hype um digitale Transformation findet die Stimulation von zukünftiger Nachfrage insbesondere im Internet statt, etwa via Social Media Plattformen, Online-Newsletter oder Online-Gewinnspiele. Hinzu kommt, dass sowohl für Marketing-, als auch für Sales-Mitarbeiter Leistungsmaßstäbe, sogenannte KPIs (key performance indicators), immer mehr an Bedeutung gewinnen. Diese werden neben der individuellen Erfolgsbeurteilung vor allem verwendet, um zu ermitteln, wie wirksam ergriffene Werbemaßnahmen tatsächlich sind. Die zentrale Frage in diesem Zusammenhang lautet: Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Als Stichwort sei hier Wirkungscontrolling genannt. Überdies nehmen im Zuge der Digitalisierung auch immer häufiger Marketing-Automation-Tools Einzug in Unternehmen. Diese Systeme unterstützen Mitarbeiter beim erfolgreichen Planen und Umsetzen von Kampagnen und sind in der Lage, die Erfolge der Marketingmaßnahmen zu messen.

Während immer mehr Unternehmen die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben, sehen sich Sales- und Marketing-Manager heute oft mit folgender Frage konfrontiert: Wie können sie aus diesen digitalen Daten einen Wettbewerbsvorteil generieren?

Interim-Manager – temporäre Kompetenz

Für die Ausschöpfung solcher Potenziale wird verstärkt auf die Kompetenz von Interim-Managern gesetzt. Diese übernehmen für einen kurzen bis mittelfristigen Zeitraum die Koordination ganzer Teams und verantworten beispielsweise die nahtlose Integration von Big Data-Tools für eine Optimierung von Marketing- und Vertriebsprozessen.

Die Herausforderung, die es für den Interim-Manager oder Mitarbeiter im Bereich Marketing häufig zu bewältigen gibt, ist, stets einen generellen Überblick über alle laufenden Kampagnen zu gewährleisten und faktenbasierte Maßnahmen daraus abzuleiten. Darüber hinaus wird es in Zeiten von rasant steigender Social-Media-Präsenz für Marketer immer schwieriger, die positive oder negative Wirkung verschiedener Channels zu evaluieren. Voraussetzung, um hier Abhilfe schaffen zu können, ist ein konstanter Überblick über Unternehmensprozesse und insbesondere der Zugriff auf alle geschäftsrelevanten Daten. Das gestaltet sich meist schwierig, denn trotz Digitalisierung gibt es selten zentrale Anlaufstellen, um das vorhandene Unternehmenswissen gebündelt zur Verfügung zu stellen.

Rasche Informationsbereitstellung

Um genau diesen konstanten Informationsfluss sicherzustellen, setzen immer mehr Interim-Manager auf die Implementierung von Enterprise Search und Insight Engines. Diese Produkte dienen der nächsten Generation der Informationsbeschaffung, die weit mehr als das klassische „Suchfeld-Trefferlisten“-Schema bieten. High End Enterprise Search Produkte nutzen maschinelles Lernen sowie erste konkrete Ausprägungen von künstlicher Intelligenz und generieren nach Anbindung vorhandener Datenquellen durch eine semantische Analyse der dort vorhandenen Daten einen ausführlichen Informationsüberblick. So erlauben sie Sales- und Marketing-Mitarbeitern im Unternehmen vorhandene, aber verstreute Daten für die geordnete Informationsbeschaffung effizient zu nutzen.

Diese semantische Verknüpfung der Informationen kann aus unterschiedlichen Dateiformaten wie E-Mail-Korrespondenzen, Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien, Dokumenten aus Cloudspeichern oder Fachanwendungen hergestellt werden. Ziel ist es den Marketing- und Sales-Managern auf einen Blick einen umfassenden Überblick über aktuelle Prozesse, Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Spezialwissen aus Fachabteilungen und Verantwortlichkeiten bieten zu können. Ein wichtiger Bestandteil dieser konsolidierten Sicht auf Informationen ist die 360-Grad-Sicht, die Marketing- und Sales-Manager nicht nur mit genau diesem gesammelten Überblick über Kampagnen, Kunden und Budgets versorgt, sondern dabei auch die Einhaltung von festgelegten Zugriffsrechte von einzelnen Personen gewährleistet.

Der Vorteil für Unternehmen liegt klar auf der Hand – Insight Engines ermöglichen den Marketing- und Vertriebsdepartments eine rasche und vor allem präzise Informationsbeschaffung. Während es somit einem Verkäufer möglich wird, durch eine einfache Suchanfrage, alle Daten über einen spezifischen Kunden abzufragen, die entweder im Unternehmen oder auch im World Wide Web zur Verfügung stehen, können Marketing-Mitarbeiter durch die 360-Grad-Sicht ihre laufenden Projekte, Kampagnen und Budgets stets im Auge behalten. Damit erkennen dank Insight Engines immer mehr B2B-Unternehmen das Potenzial ihres Datenpools, das bereits jetzt in ihrem Unternehmen steckt. Am Ende des Tages stellen Insight Engines sicher, dass Mitarbeiter tatsächlich wissen, was das Unternehmen alles bereits weiß.

Ulrike Kogler ist Trendscout und Wissensmanager bei Mindbreeze.
Ulrike Kogler ist Trendscout und Wissensmanager bei Mindbreeze. (Bild: LEWIS Communications GmbH)

Über den Autor

Die Mindbreeze GmbH ist ein führender Anbieter von Softwareprodukten für Enterprise Search, Big Data und Wissensmanagement. Die Produkte ermöglichen eine konsolidierte Sicht auf das Unternehmenswissen - unabhängig davon, wo und wie dieses gespeichert ist.

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