Im Interview: Mobile Geeks

„Nicht aufgeben. Anders sein.“

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Wo siehst du geeignete Werbeformen und Vermarktungsmöglichkeiten an denen sich andere ein Beispiel nehmen sollten?

Ich glaube das ist dieser tolle Begriff des Content Marketing, was letztendlich eine Werbung ist, die es ja auch im Print schon gibt. Das hieß nur damals noch Verlagsbeilage. Oder du machst sowas wie die Apotheken-Rundschau, wo jeder weiß, dass es von den Apothekerverbänden gezahlt wird.

Gezielt auf potenzielle Werbekunden zugehen und Partner suchen, die vor allen Dingen auch zum Content passen.

Nichts ist schlimmer, als jemand der auf deine Website kommt und du zum Beispiel Google AdSense bei dir auf der Seite hast. Dann kommt ein Besucher auf deine Seite, der schon seit ein, zwei Surf Sessions getrackt wird und die Cookies werden von einer Seite zur nächsten weitergegeben. Er kommt also auf die Seite und das erste was eingeblendet wird: 24/7 Bangkok Teenies!

Und dann schreibt der dir eine Mail und fragt, warum ihr denn so eine Porno-Werbung bei euch auf der Seite drauf habt. Er weiß gar nicht wie das System funktioniert: dass er wahrscheinlich vorher auf dieser anderen Seite war bzw. auf ein paar lustigen anderen. Es ist eine Katastrophe wenn sowas passiert.

„Weg von den Bannern!“

Also, die Firmen raussuchen, zu denen man passt, andere Wege gehen und schauen, ob ich mit denen irgendwelche Sachen projektieren kann und: Weg von den Bannern!

Wie geht die Verschmelzung unterschiedlicher Devices wie Smartphone, Tablet, Laptop und Wearables weiter?

Letztendlich haben sie alle ein Display. Ob das Display klein ist, groß ist, mittelgroß, am Handgelenk zu tragen, in der Hosentasche ist oder bei mir auf dem Tisch steht, ist erstmal egal. Es gibt nur relativ wenige Marken im Smartphone-/Tablet-Bereich, die so hoch emotional sind und die sich auch über das Markenimage verkaufen.

Apple ist auch hierfür das beste Beispiel. Bei Samsung sieht das schon ein bisschen anders aus. Bei Sony nochmal anders und bei HTC erst ganz anders. Und bei Blackberry weißt du gar nicht mehr, ob es die überhaupt noch gibt. Die waren vor zehn Jahren die absoluten Könige. Es geht sehr, sehr schnell. Das ist ein dynamischer Markt. Sieh dir an, was aus Nokia geworden ist.

Letztendlich glaube ich, dass Hardware-Features und Funktionalität immer mehr in den Hintergrund geraten werden, weil das Anwendungsszenario für ein Smartphone, für eine Smartwatch und ein Tablet sehr, sehr begrenzt ist. Und dann geht es darum Services, Apps und Content zu haben.

Welche Services vermisst du heute oder welchen misst du eine größere Bedeutungen in den nächsten Jahren zu?

Ich vermisse, ehrlich gesagt, so viele Services. Warum gibt es hier in Würzburg kein MyTaxi? Ich musste mir an der Hotelrezeption ein Taxi anrufen. Und die hatte dann noch einen Call. Dann stand ich da und habe es gerade noch hierher geschafft. Warum gibt es ein freies Internet nicht über die gesamte Stadt? Was wird das denn machen? Ich weiß, ich werde jetzt völlig von der Frage wegkommen aber ich glaube das ist sehr, sehr wichtig.

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