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Im Interview: Mobile Geeks „Nicht aufgeben. Anders sein.“

| Autor / Redakteur: Christian Knies / Dr. Gesine Herzberger

Sascha Pallenberg gehört mit seinem Portal Mobile Geeks, YouTube-Channel und Blog zu den führenden Meinungsmachern in der mobilen Welt. Im Interview spricht er über seinen Weg vom Blogger zum Publisher und aktuelle Trends in Mobile & Media.

Sascha Pallenberg gehört mit seinem Portal mobilegeeks.de sowie YouTube Channel und Blog zu den führenden Meinungsmachern in der mobilen Welt.
Sascha Pallenberg gehört mit seinem Portal mobilegeeks.de sowie YouTube Channel und Blog zu den führenden Meinungsmachern in der mobilen Welt.
(Bildquelle: Der Interviewr)

Als kritischer und unabhängiger Beobachter der Szene hat sich Pallenberg in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Mit ihm sprach ich auf dem Mobile Media Day 2015 in Würzburg.

Sascha, du beschäftigst mittlerweile 11 Blogger in Deutschland, Taiwan und den USA und hast einen perfekten Einblick in die internationale Mobile-Computing-Szene. Wie hast du den Wandel in den letzten 15 Jahren wahrgenommen? Was hat dich in deiner Trendbeobachtung in dieser Zeit am meisten überrascht?

Das ist eine großartige, komplexe Frage. Es ist extrem interessant zu sehen, wie die Entwicklung von mobilen Plattformen immer mehr Fahrt aufnimmt. Das hat aber zum Teil auch in Sackgassen geführt. Wenn wir uns heute unser Smartphone anschauen, passiert folgendes: Sagen wir, du nimmst 50 Smartphones, packst sie auf den Tisch und machst von oben ein Foto. Ich bin mir sicher, dass wir keinen finden werden, der alle benennen kann. Weil alle gleich aussehen. Was soll man da auch anderes machen? Das ist ein zentrales Display mit einer Touchfunktion und dann werden da noch ein paar Icons darauf angelegt. Da passiert nicht mehr viel in diesem Bereich. Jeder hat ein Smartphone und gerade bei den hochwertigen Smartphones gibt es kaum noch Steigerungsraten. Aber wir haben uns durch diese irre Entwicklung von einer linearen in eine exponentielle Richtung dahin entwickelt.

Je mehr Menschen Zugriff auf Informationen haben, je mehr Menschen von anderen Menschen inspiriert werden, etwas in der Richtung zu tun, umso mehr Entwicklung, umso mehr Innovation sehen wir. Das hat uns dahin geführt, dass zum einen heute jeder ein Smartphone hat und das Smartphone im Grunde genommen, in einer gewissen Art und Weise, ein verlängertes Ich ist und uns das Smartphone unseren Content vorschreibt, den wir konsumieren. Das ist zum Teil Time-Saver aber auch Time-Killer, zum Beispiel wenn ich auf den Bus warte und sehe dass jeder immer ein Smartphone in der Hand hat und irgendetwas damit macht.

Das Smartphone hat die Art und Weise wie wir mobile Technologien erfahren und natürlich auch wie wir digitale Güter erfahren, grundlegend verändert und ist wohl in den letzten 15 Jahren die signifikanteste Entwicklung gewesen. Aber es kommen andere Sachen nach. Das können Wearables sein. Ich denke dass gerade Smart Clothing ein riesengroßes Thema in der Zukunft wird. Und natürlich dann auch das Connected Car, das Smart Car der Zukunft, was von A nach B fährt. Das haben die meisten Hersteller sogar schon soweit, dass die Autos heute schon auf jeder Autobahn fahren können. In den Innenstädten ist es noch ein bisschen knifflig, weil da einfach auch mehr Objekte unterwegs sind. Aber es wird kommen.

* Keine Lust mehr weiter zu lesen? Hier gibt es das Interview auch als Video:

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