New Work: Mitarbeiter-Benefits Stimmen die Anreize, stimmt auch das Wellbeing – ein Top 5 Ranking

Ein Gastbeitrag von Lucia Ramminger*

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Der Arbeitsmarkt bleibt auch im Jahr 2023 in vielerlei Hinsicht spannend. Mitarbeitende zu gewinnen, zu halten und zu motivieren, ist jedoch weiterhin eine der wichtigsten Aufgaben für Unternehmen. In den Fokus rückt dabei das persönliche Wellbeing.

Diese fünf Benefits sorgen für ein gutes Wellbeing Ihrer Mitarbeiter und unterstützen dadurch langfristigen und nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Diese fünf Benefits sorgen für ein gutes Wellbeing Ihrer Mitarbeiter und unterstützen dadurch langfristigen und nachhaltigen Unternehmenserfolg.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Fachkräftemangel, anhaltende Krisenstimmung und ein immer stärker werdendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Unsere Arbeitswelt hat sich von Grund auf geändert. Lange Zeit dominierte der Arbeitgebermarkt. Heute ist es umgekehrt. Arbeitnehmer stehen im Mittelpunkt, haben Wünsche an ihre Arbeitgeber und möchten selbstbestimmt ihren Karriereweg mitgestalten. Hier als Unternehmen Schritt zu halten, scheint nicht immer einfach zu sein. Umso wichtiger ist es Werkzeuge an der Hand zu haben, um die richtigen Weichen für den Organisationserfolg zu stellen. Ein bewährtes Mittel sind Mitarbeiter-Benefits. Diese müssen sich jedoch den heutigen Bedürfnissen der (potenziellen) Angestellten anpassen.

Warum Sie auf das Wellbeing Ihrer Mitarbeitenden setzen sollten

Nur wenn Mitarbeitende erholt sind, sich im Job wohlfühlen und Wertschätzung erfahren, sind sie leistungsfähig und motiviert genug, um täglich einen wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten. Arbeitgeber sollten deshalb über zeitgemäße Benefits nachdenken, wie sie ihre Angestellten im Job entlasten und hinsichtlich ihrer körperlichen sowie mentalen Gesundheit unterstützen können. Wichtig dabei ist: Zusatzleistungen und Benefits sollten immer individuelle Bedürfnisse berücksichtigen.

Top Five Benefit Ranking:

1. Happy Family, happy me

Familienorientierte Arbeitszeitmodelle wie Gleit- und Teilzeit, eine komprimierte Arbeitswoche oder auch Sabbaticals – all das gehört zum Konzept “New Work”. Damit einher gehen auch Themen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die Betreuung der Kinder. Je weniger sich Arbeitnehmer Sorgen um die Familie machen müssen oder sich gestresst fühlen, desto produktiver sind sie. Hier kann der Betreuungskostenzuschuss eine spürbare Erleichterung sein. Dieser bezieht sich auf die Betreuung und Unterbringung noch nicht schulpflichtiger Kinder. Egal, ob es sich um hausinterne Betreuungsangebote oder externe Angebote von Tagesmüttern beziehungsweise Kindertageseinrichtungen in Arbeitsnähe handelt – diese Unterstützung kommt bei Mitarbeitenden mit Kindern besonders gut an.

Ein weiterer Anreiz ist der steuer- und sozialabgabefreie monatliche 50-Euro-Sachbezug, welcher flexibel eingesetzt werden kann. Ob sich der Mitarbeitende selbst etwas gönnt oder die Familie mit einer Kleinigkeit überrascht, alles ist möglich. Dieser „kleine“ Beitrag mit großer Wirkung in Punkto Wertschätzung und Motivation eignet sich für alle Unternehmen. Da der 50-Euro-Sachbezug steuerfrei an Mitarbeitende fließt, werden zudem Lohnnebenkosten gesenkt. Das monatliche Gehaltsextra darf jedoch nur zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gewährt und nicht in bar ausgezahlt werden. Eine beliebte Form sind deshalb Gutscheine oder Gutscheinkarten. Gesetzeskonform sind Gutscheinkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien von § 2 Absatz 1 Nummer 10 a) „Begrenztes Netzwerk“ oder b) „Begrenzte Produktpalette“ des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) erfüllen.

2. Soziales Engagement wertschätzen

Die dramatischen Entwicklungen des letzten Jahres haben gezeigt, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt ist. Das Ehrenamt hat nicht zuletzt durch den anhaltenden Ukrainekrieg seine Bedeutung wiedererlangt. Unternehmen können Mitarbeitende, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, wertschätzen, indem sie ihnen beispielsweise ein bestimmtes Tageskontigent für ihr soziales Engagement zur Verfügung stellen. Werden die freien Tage nicht verbraucht, können sie diese auf andere Kollegen übertragen. Alternativ können Unternehmen jährlich einen sozialen Tag für die gesamte Belegschaft ausrufen.

3. Nachhaltigkeit auch im Job leben

Ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Handeln werden heute nicht nur privat gelebt. Remote und Hybrid Work haben dazu geführt, dass Arbeitnehmer beispielsweise fast vollständig auf digitalisierte Arbeitsweisen zurückgreifen, weniger pendeln oder den Weg ins Office verstärkt mit öffentlichem Nahverkehr bestreiten. Viele Arbeitgeber setzen dagegen verstärkt auf eine korrekte Mülltrennung in der Büroküche, ein papierloses Büro oder Obstkörbe aus biologischem Anbau. Es überrascht also kaum, dass „grüne” Arbeitgeber attraktiver sind, was auch eine Studie des Karriereportals Stepstone bestätigt.

Auch die Ernährung im Job sollte von Unternehmen künftig nachhaltig gedacht werden. Eine gute Möglichkeit bietet dabei auch der Verpflegungszuschuss. Im Jahr 2023 können Unternehmen das Mittagessen ihrer Mitarbeitenden mit maximal 6,90 Euro bezuschussen. Achtet der Mitarbeitende auf gesunde und ausgewogene Mahlzeiten, fördert er nicht nur seine Konzentrations- und Leistungsfähigkeit im Job, sondern unterstützt langfristig seine eigene Gesundheit.

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4. Event Revival

Nach einer langwierigen, anstrengenden Zeit mit Social Distancing sehnen sich viele Mitarbeiter wieder nach persönlichem Austausch mit ihrem Team. Ob im Büro, bei gemeinsamen Mittagessen, After-Work Veranstaltungen oder dezidierten Team-Events – Socializing trägt erheblich dazu bei, dass sich Mitarbeitende wohl fühlen. Die gemeinsamen Aktivitäten stärken die Teamzugehörigkeit und fördern die Zusammenarbeit und den Austausch kreativer Ideen. Ein echter Mehrwert für den Organisationserfolg.

5. Fit für die Zukunft

Die letzten Monate haben bei vielen Menschen ein Umdenken ausgelöst. Steigende Rohstoffpreise haben die Fortbewegung deutlich teurer werden lassen. Anstatt den Weg in die Arbeit mit dem Auto zu bestreiten, kommen vermehrt Fahrräder und E-Bikes zum Einsatz – nicht nur nachhaltig und ökologisch sinnvoll, sondern auch gesundheitsfördernd. Aus diesem Grund wird auch das betriebliche Fahrradleasing immer beliebter. Besonders attraktiv für Mitarbeitende ist das Dienstrad per Gehaltsumwandlung. Arbeitnehmer, die sich noch flexibler fortbewegen möchten, profitieren von einem monatlichen Mobilitätsbudget. Dieses kann individuell für ein Transportmittel der Wahl eingesetzt werden – egal ob ÖPNV, Carsharing oder E-Roller.

Zusätzlich haben Unternehmen wie Mitarbeitende erkannt, wie wichtig körperliche Gesundheit und mentale Fitness sind. Aus diesem Grund stehen auch die betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen hoch im Kurs – ob finanzierte Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, die Teilnahme an einem teamübergreifenden Sportangebot wie B2Run oder gar ein Mental Trainer für einen bestimmten Zeitraum.

Fazit: Stimmen die Werte, stimmt auch das Wellbeing

Die letzten Jahre haben gezeigt: Gesundheitsthemen rücken auch im Beruf immer weiter in den Vordergrund. Personalverantwortliche müssen Anreize schaffen, die es den Mitarbeitenden erlauben, leistungsfähig und motiviert zu bleiben. Ein nachhaltig auf physische und mentale Gesundheit ausgerichtetes Benefitprogramm wirkt dabei unterstützend. Wenn dies auch noch mit einem Arbeitsumfeld gepaart ist, in welchem die Unternehmenswerte und -kultur mit den Wertevorstellungen der Mitarbeitenden übereinstimmen, schaffen Unternehmen eine echte Win-Win-Situation. Nicht zuletzt auch für die eigene Employer Brand und im Recruiting neuer Talente sowie langfristiger Mitarbeiterbindung.

*Lucia Ramminger ist Director Human Resources bei Edenred Deutschland.

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