Facebook Ads Werbung auf Facebook: 5 effektive Tipps zur Optimierung

Autor / Redakteur: Philipp Reittinger* / Viviane Krauss

Das Management von Werbeanzeigen auf Facebook folgt nicht selten dem Prinzip „Trial & Error“. Doch statt immer wieder an den unterschiedlichsten Stellschrauben zu drehen, gibt es grundlegende Ansätze, mit denen man nachhaltig die Leistungsfähigkeit seiner Facebook-Kampagnen sicherstellen kann. Was Sie konkret tun können, lesen Sie hier.

Auch beim Facebook-Marketing gilt: Der Blick über den Tellerrand zahlt sich aus. Für die Wirksamkeit von Anzeigen ist also nicht nur entscheidend, was im Business Manager passiert.
Auch beim Facebook-Marketing gilt: Der Blick über den Tellerrand zahlt sich aus. Für die Wirksamkeit von Anzeigen ist also nicht nur entscheidend, was im Business Manager passiert.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

1. Nutzen Sie alle Werbeformate

Der eine wird von Videoanzeigen angezogen, der nächste klickt sich gerne durch ein Bilder-Karussell: Die Vorlieben der Social-Media-Nutzer sind unterschiedlich – auch derjenigen, die Ihrem Unternehmen auf Facebook folgen. Auf seinen Plattformen Facebook und Instagram bietet der Technologie-Riese aus dem Silicon Valley entsprechend eine große Bandbreite an Anzeigentypen an, aus denen Werbetreibende auswählen können, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten. Sein volles Potenzial kann der Facebook-Algorithmus nur ausschöpfen und jeden User mit dem für ihn passenden Anzeigenformat erreichen, wenn das jeweils beste Format auch zur Verfügung gestellt wird. Für die Umsetzung bedeutet dies: Stellen Sie sicher, dass für jedes Format – Bild, Video, Karussell und Kollektion – mindestens eine Anzeigen-Variante erstellt wird und in jeder Anzeigengruppe verfügbar ist.

2. Grenzen Sie Ihre Zielgruppen ein

Grundsätzlich sollten Sie sich bereits im Vorfeld einer Anzeigenkampagne auf den Facebook-Plattformen im Klaren darüber sein, welche Zielgruppen Sie mit Ihren Inhalten ansprechen möchten. Je konkreter Sie Ihre Zielpersonen anhand der vorgegeben Kriterien definieren können, desto besser. Gleichzeitig gilt es, bei der Zielgruppen-Einschränkung ein bestimmtes Maß nicht zu überschreiten.

Tatsächlich belohnt der Facebooks-Algorithmus die Möglichkeit, schnellstmöglich zu lernen, welche User die richtigen sind. Entsprechend ist ein sogenanntes „Overengineering“ bei den Zielgruppen nicht zielführend, tatsächlich weisen entsprechende Kampagnen nur in den seltensten Fällen eine starke Performance auf.

Eine weitere Faustregel bei der Zielgruppen-Eingrenzung lautet: Ist eine Anzeige in einer bestimmten Zielgruppe erfolgreich, sollten Sie niemals direkt die Zielgruppeneinstellungen ändern. Duplizieren Sie stattdessen die Anzeige, um dann punktuelle Anpassungen vorzunehmen. So können Sie die Erfolgswahrscheinlichkeit hochhalten und bei der Bewertung der Performance auf einen aussagekräftigen Vergleich zurückgreifen.

3. Testen Sie unterschiedliche Kampagnen-Typen

Facebook-Ads sollen in den allermeisten Fällen dafür sorgen, dass mehr potenzielle Kunden auf die eigene Website gelockt werden und dort beworbene Produkte kaufen oder bestimmte Services in Anspruch nehmen. Beim größten Teil aller Kampagnen handelt es sich also um sogenannte Conversion-Kampagnen. Die Theorie: Möglichst viel Traffic auf die Landingpage konvertieren – und den Rest richten meine Produkte und Inhalte.

In der Praxis sieht das Ganze etwas anders aus. Facebook unterscheidet nämlich sehr stark zwischen Nutzern, die mit hoher Wahrscheinlichkeit kaufen und solchen, die generell gerne auf Anzeigen klicken. Nicht jeder Klick im Rahmen einer Conversion-Kampagne konvertiert also automatisch. Vor diesem Hintergrund kann es je nach Zielsetzung auch sinnvoll für Werbetreibende sein, dedizierte Traffic-Kampagnen zu nutzen. Diese zahlen ebenfalls stark auf die Sichtbarkeit eines Unternehmens ein, sind aber im Vergleich zu Conversion-Kampagnen deutlich günstiger.

4. Testen Sie die Kamagnenbudgetoptimierung (CBO)

Die Performance einzelner Zielgruppen unterliegt oft unvermeidbaren Schwankungen. Die Steuerung einzelner Zielgruppen wiederum bedarf viel Erfahrung und unserer wertvollsten Ressource: Zeit. Mit der Kampagnenbudgetoptimierung (CBO) bietet Facebook ein nützliches Tool, mit dem auch kleinere und eher unerfahrene Teams ihre Budgets effizient managen können. Und so geht’s: Sie legen ein fixes Budget für Ihre Kampagnen fest, welche von Facebook nach eigenem Ermessen verteilt wird. Fällt der Return of Ad Spend (ROAS) in einer Zielgruppe, fließt mehr Budget pro Tag in die anderen Zielgruppen. Erfahrungsgemäß bietet es sich an, für CBO-Kampagnen jeweils drei Zielgruppen zu definieren, und zwar solche, die in der Vergangenheit bereits gute Ergebnisse geliefert haben.

5. Hinterfragen Sie Ihre Landingpage

Auch beim Facebook-Marketing gilt: Der Blick über den Tellerrand zahlt sich aus. Für die Wirksamkeit von Anzeigen ist also nicht nur entscheidend, was im Business Manager passiert. Eine sehr entscheidende Rolle spielt neben den Ads vor allem die Landingpage, auf der Sie als Unternehmen Ihre Produkte präsentieren – und wo Sie aus dem Nutzer idealerweise einen Kunden machen.

Es gibt zahlreiche Ansätze, mit denen Sie Ihre Landingpage besser machen. So sollten Sie unter anderem darauf achten, dass die Landingpage nicht fremd wirkt, sondern mit Ihrer Facebook-Kampagne inhaltlich wie optisch verzahnt ist. Des Weiteren muss auf der Landingpage ein klarer Call-to-Action formuliert sein, der dem Nutzer vorgibt, was zu tun ist. Last but not least: Die Ziel-Website sollte möglichst nutzerfreundlich sein, schließlich stiftet auch eine gute User Experience Vertrauen und Glaubwürdigkeit in der Zielgruppe.

Fazit: Auch Nicht-Profis können durchstarten!

Viel zu häufig unterschätzen Unternehmen den Umfang und die Detailtiefe, die eine erfolgreiches Management von Facebook-Kampagnen erfordert. Klar ist: Eine erfolgreiche Anzeigenkampagne setzt man nicht mal eben im Vorbeigehen um. Es gibt zahlreiche Faktoren, die bei Konzeption, Durchführung und Bewertung der Ergebnisse zu beachten sind – und ein gewisses Maß an fachlicher Expertise ist dabei sicherlich hilfreich.

Und dennoch können auch Nicht-Profis und Unternehmen mit kleineren Budgets von den vielfältigen Werbemöglichkeiten im größten sozialen Netzwerk der Welt profitieren. Wer dann noch die wesentlichen Aspekte in der Umsetzung berücksichtigt und seine Maßnahmen immer wieder kritisch hinterfragt, hat gute Chancen, über neue Kunden zu gewinnen und Facebook zu einem nachhaltigen Werbekanal aufzubauen.

*Philipp Reittinger ist der Gründer und Geschäftsführer von ZweiDigital

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