Videocontent im B2B Wieso SEO und YouTube wichtig für den Unternehmenserfolg sind

Ein Gastbeitrag von Andreas Karasek*

Die Relevanz von Videocontent steigt. Wer als Unternehmen jetzt auf YouTube setzt und dabei die richtigen SEO-Tools nutzt, kann seine Reichweite steigern und gleichzeitig ungenutztes Marketing-Potenzial nutzen.

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Auch im B2B lohnt sich hochwertiger Video-Content, denn er wird einfacher und schneller erfasst.
Auch im B2B lohnt sich hochwertiger Video-Content, denn er wird einfacher und schneller erfasst.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Rund 2,3 Milliarden Menschen nutzen weltweit aktiv jeden Monat die Plattform YouTube. Sie gilt damit direkt nach Google als zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Denn im Unterschied zu anderen Video-Portalen bietet die Videosuchmaschine die Möglichkeit, durch einen intelligenten Algorithmus passende Ergebnisse für die Suche in Videoform vorzuschlagen. Gleichzeitig gehört YouTube neben Facebook aber auch zu den meistgenutzten Social-Media-Kanälen. Doch trotz dieser Zahlen scheuen sich viele Unternehmen davor, ihren eigenen YouTube-Kanal zu betreiben, oder nutzen nicht das volle Potenzial. So gaben beispielsweise laut Statista 93 Prozent der befragten 14- bis 19-Jährigen an, YouTube regelmäßig zu nutzen. Aber auch ältere Zielgruppen lassen sich hier erreichen. Zudem liegt der Vorteil von Videocontent darin, dass er sich auch anderweitig verwenden lässt, beispielsweise auf der eigenen Website.

Dies sorgt für eine längere Verweildauer der Nutzer, was sich wiederum positiv auf die Platzierung in der Suchmaschinenergebnisliste auswirkt. Die sogenannten Crawler, die beispielsweise über Hyperlinks anderer bereits indexierter Websites auf eine Seite gelangen, lesen die Informationen dort vollständig aus und verschlagworten sie. Eine Mischung aus Text-, Bild- und Videocontent bewerten Crawler als positiv und verbessern daher die Position der Website in der Ergebnisliste der Suchmaschine, sodass potenzielle Kunden eher darauf stoßen. Darüber hinaus ist das Gehirn besser in der Lage, Videos zu verarbeiten als Texte, sodass sich selbst komplexe Informationen auf anschauliche Weise transportieren lassen. Zudem können insbesondere Unternehmen ihren Expertenstatus in einem Gebiet etablieren und gleichzeitig informieren sowie Aufmerksamkeit generieren.

Keywords nicht vergessen

Immer mehr Videocontent erhält eine immer größer werdende Aufmerksamkeit. Daher ist eine zielgerichtete Strategie umso wichtiger. Da YouTube eine Form der Suchmaschine ist, lässt sich auch hier durch Suchmaschinenoptimierung Reichweite generieren. Allerdings gelten teilweise andere Parameter als bei Google und Co. Um die Suche der Interessenten zu erleichtern, gehört eine aussagekräftige Kanalinfo dazu, die wichtige Fragen wie „Wer betreibt den Kanal?“ oder „Worum soll es gehen?“ klärt. Der Titel eines Videos muss außerdem die elementaren Keywords enthalten und den Nutzer neugierig machen. Unter jedes Video gehört zudem eine informative Beschreibung, die maximal 5.000 Zeichen lang sein darf. Wichtige Informationen sollten aber am Anfang stehen, da nur die ersten 125 Zeichen in der Vorschau angezeigt werden. Auch darin sollten nützliche Keywords zu finden sein. Wie bei Google und Co. erweisen sich sogenannte Long-Tail-Keywords als besonders effizient und nützlich. Dabei gilt es mehrere Schlüsselwörter aneinanderzureihen. Ein Faktor, der das Ranking beeinflusst und im Unterschied zum SEO für Suchmaschinen steht, sind Untertitel. Sie helfen Menschen mit Hörproblemen, die Videos besser zu verstehen, und stecken voller nützlicher Keywords.

Content bleibt King

YouTube basiert auf einem Empfehlungsalgorithmus. Das zeigt sich darin, dass viele Nutzer ihren Besuch häufig zunächst mit einer konkreten Suchanfrage beginnen, sich dann jedoch durch vorgeschlagene Videos weiterleiten lassen. Um von der Plattform möglichst häufig vorgeschlagen zu werden, gilt es neben einer passenden SEO-Strategie natürlich auch auf Content zu setzen. Videos, die den Nutzern gefallen, empfiehlt nämlich auch YouTube weiter. Hierzu nutzt YouTube die sogenannte Watchtime. Sie setzt sich zusammen aus der Anzahl der Views multipliziert mit der konsumierten Video-Zeit. Eine falsche Schlussfolgerung wäre jedoch, dass Videos möglichst lang sein müssen, um diesen Wert besonders hoch zu halten. Vielmehr gilt eine Länge von rund acht Minuten für ein Video als ideal.

Weitere wichtige Punkte, die qualitative Videos erfüllen müssen:

  • Gute Bild- und Tonqualität. Bereits neuere Mobiltelefone haben halbwegs gute Kameras und auch Mikrophone mit einer angemessenen Qualität lassen sich bereits im unteren Preissegment finden.
  • Informativer Einstieg in den ersten 15 Sekunden. User entscheiden schnell, ob ihnen ein Video gefällt oder nicht. Lange Erklärungen schrecken eher ab.
  • Links für weiteren Content einbauen. Während eines Videos lassen sich bis zu fünf klickbare Fenster einbauen, um Interessierten weitere Informationen zu liefern. Besonders am Ende bietet es sich an, durch einen Link auf die eigene Homepage weiterzuleiten.
  • Aufforderung zur Interaktion. Eine hohe Interaktionsrate wird positiv bewertet. Deshalb sollte das Video den Nutzer dazu auffordern, eine Bewertung oder einen Kommentar abzugeben oder den Kanal zu abonnieren.

*Andreas Karasek ist Geschäftsführer der Agentur SEM Berater.

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