Internationale Markenpositionierung 5 Tipps für nachhaltigen Erfolg im Ausland

Ein Gastbeitrag von Lara Meyer*

Ein Unternehmen international zu positionieren braucht Geschick. Mit einer strukturierten Herangehensweise, gezielten Online Marketing Maßnahmen und dem nötigen Know-how über den Zielmarkt ist dies jedoch kein Hexenwerk! Folgende Tipps sind dabei bereits ein wichtiger Schritt in Richtung internationaler Erfolg.

Um sein Unternehmen zu internationalisieren ist es wichtig, sich davor gut zu informieren und möglichst viele Details zu kennen.
Um sein Unternehmen zu internationalisieren ist es wichtig, sich davor gut zu informieren und möglichst viele Details zu kennen.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Erfolgreiche Marken zeichnen sich durch eine gute Markenpositionierung aus, mit der trotz Wettbewerbsdruck ein nachhaltiger Eindruck beim Kunden hinterlassen werden kann. Dazu muss ein Unternehmen im Rahmen der Markenpositionierung klar vermitteln, was seine Marke von der Konkurrenz unterscheidet, welchen Nutzen sich Kunden versprechen dürfen und wie sich das Unternehmen selbst in Bezug auf den Kunden und seine Wünsche sieht. Möchte ein Unternehmen dann noch seine Marke international positionieren folgen noch weitere Herausforderungen. Diese Tipps helfen Ihnen dabei diese zu überwinden:

Tipp 1: Den richtigen Markt auswählen

Ein Markt muss richtig erschlossen sein, um international erfolgreich sein zu können. Dieser ist häufig nicht auf den ersten Blick ersichtlich – auch, wenn es eventuell bereits erste Tendenzen gibt. Eine Markt-Potenzialanalyse, welche Chancen und Risiken neuer Märkte bewertet, kann deshalb aufschlussreich sein und bei der Beurteilung helfen. Dabei werden unterschiedlichste Aspekte betrachtet. Neben der Konkurrenz sind deshalb auch Trends und die potenzielle Zielgruppe im Zielland wichtige Faktoren.

Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, gibt es verschiedene Daten, Tools und Statistiken, die relevant sind. Dabei sind zum einen eigene Analytics-Daten aufschlussreich. Gibt es eventuell schon vermehrt Bestellungen oder auffällig viele Website-Zugriffe aus einem bestimmten Land? Dann sollte dieses genauer unter die Lupe genommen werden. Über diese Daten können Rückschlüsse auf potenzielle Standorte und Sprachen gezogen werden. Zum anderen sind offizielle Statistikportale wie Statista oder The Global Economy sehr aufschlussreich. Ersteres bieten zahlreiche Einblicke in Reports zu Marktsituationen, die in vielen Fällen extra auf den B2B-Sektor ausgerichtet sind. Zweiteres dient sowohl B2B-, als auch B2C-Unternehmen, als Informationsquelle und stellt Zahlen rund um Wirtschaftswachstum, Inflation, Import/Export, Infrastruktur uvm. zur Verfügung. Zu guter Letzt gibt Google ein wichtiges Tool zur Hand, das bei der Analyse potenzieller Zielmärkte hilft. Der Google Market Finder liefert neben passenden Zielländern für die Expansion auch weitere Informationen zur Marktlage, monatlichen Suchvolumina und der dortigen Konkurrenz.

Den Tipp auf den Punkt gebracht:

Trends, Konkurrenz und Zielgruppe eines potenziellen Marktes genau betrachten und bewerten, bevor dieser erschlossen wird. Dabei lohnt es sich verschiedene Zielländer genau miteinander zu vergleichen.

Tipp 2: Muttersprachler einsetzen

Andere Länder, andere Sitten – ein Sprichwort, das vor allem bei der Internationalisierung zutrifft.. Umso wichtiger ist es, den potenziellen neuen Markt gut zu kennen, um diverse Fallstricke zu vermeiden. Dies gelingt am einfachsten durch Muttersprachler, die das entsprechende Land kennen. Sie wissen, womit bei der jeweiligen Kultur und Mentalität zu rechnen ist. Zusätzlich sind sie bei Übersetzungen und der Erstellung von passendem Content für Websites, Ads, Social Media, usw. hilfreich. Sie können in den unterschiedlichsten Situationen beratend zur Seite stehen.

Den Tipp auf den Punkt gebracht:

Muttersprachler erleichtern den Einstieg in einen neuen Markt. Sie kennen die dortige Kultur und Mentalität und helfen bei der Erstellung von passenden Inhalten für die Zielgruppe.

Tipp 3: Content zielgerichtet und länder-optimiert aufbauen

Bei der Erstellung von internationalem Content gibt es drei Optionen:

  • 1. Unveränderte Übersetzung der ursprünglichen Inhalte in die Zielsprache
  • 2. Übertragung unter Berücksichtigung von lokalen Werten, Kultur, Mentalität und Ausdrücken
  • 3. Transkreation bzw. Neukreation von Inhalten auf Basis von kulturellen Feinheiten

Egal, auf welche dieser Optionen die Wahl fällt: Content sollte immer kundenrelevant und zielgerichtet sein. Das heißt im Klartext, dass passende Fachbegriffe und umgangssprachliche bzw. regionale Ausdrücke berücksichtigt werden müssen. Die Relevanz der Inhalte für die Zielgruppe des neuen Marktes steht dabei an oberster Stelle. Um diese zu schaffen, empfiehlt sich eine Keyword-Potenzial-Analyse. Diese dient als Entscheidungsgrundlage dafür, ob bereits vorhandener Content hergenommen und übersetzt werden kann oder gezielt neue Inhalte erstellt werden sollten. Die Identifizierung von wichtigen Keywords und Themen sorgt dafür, dass eine länder-optimierte Content Strategie verfolgt und ein Mehrwert für die Zielgruppe des entsprechenden Marktes geschaffen wird.

Nice to know: Vor allem im B2B-Bereich ist die Identifizierung der richtigen Keywords häufig nicht einfach. Suchvolumen sind teilweise gering, was jedoch nicht auf die Themenrelevanz schließen lässt. Hier kann eine Konkurrenz- und Suchergebnis-Analyse sinnvoll sein. Folgende Fragen sollten deshalb beantwortet werden:

  • Welche Themen spielt Google der eigenen Zielgruppe im Zusammenhang mit der eigenen Branche und den eigenen Produkten/Dienstleistungen bereits aus?
  • Gibt es bei Wettbewerbern gut rankenden Content und wenn ja, mit welchen Thematiken befasst sich dieser?
  • Für welche Keywords erzielen Wettbewerber Top-Rankings?

Durch diese Fragen können weitere Keywords und Themen erschlossen werden, welche in die eigene Content-Strategie einfließen

Den Tipp auf den Punkt gebracht:

Manchmal sind reine Übersetzungen der ursprünglichen Inhalte nicht ausreichend. Content, der für die entsprechende Zielgruppe relevant ist und einen Mehrwert bietet, ist das A und O.

Tipp 4: Mit gezieltem Content Outreach die Bekanntheit steigern

Guter Content ist nur dann effizient, wenn er auch gelesen und verbreitet wird. Um diesen Prozess voranzutreiben, kann gezieltes Content Marketing sinnvoll sein. Dabei handelt es sich um aktiven, suchmaschinen-konformen Aufbau von Verlinkungen auf themenverwandten bzw. passenden Websites. Durch diese sogenannten Backlinks wird den Suchmaschinen die erhöhte Relevanz der Inhalte für die Zielgruppe und deren Suchanfragen vermittelt. Diese Form der Online PR sorgt so für eine nachhaltige Steigerung der Sichtbarkeit und erhöht die Bekanntheit im Zielland.

Den Tipp auf den Punkt gebracht:

Aktives, suchmaschinen-konformes Linkbuilding erhöht die Relevanz. Verlinkungen zum eigenen Content sollten deshalb auf themenrelevanten Seiten am Zielmarkt platziert werden.

Tipp 5: SEO, um langfristig gute Rankings zu erzielen

Ein weiterer wichtiger Punkt, um nachhaltig im Zielland gefunden zu werden, ist Suchmaschinenoptimierung. Dafür ist es im ersten Schritt wichtig zu wissen, welche Suchmaschine die größten Marktanteile hat. Auf deren Anforderungen bzw. Rankingfaktoren hin kann dann gezielt optimiert werden, um langfristig gute Rankings zu erzielen.

Um Abstrafungen für Übersetzungen zu vermeiden, ist im Zuge der SEO ebenfalls wichtig, Sprachauszeichnungen zu verwenden. Diese werden durch das hreflang-Tag, welches im HTML-Code der Website hinterlegt wird, umgesetzt und übermitteln die verschiedenen Sprach- oder Länderversionen an die Suchmaschine. Zudem sollte vor der Internationalisierung eine gut ausgeklügelte Domainstrategie entwickelt werden.

Den Tipp auf den Punkt gebracht:

Mit gezielten Maßnahmen entsprechend der regionalen Suchmaschinen-Rankingfaktoren werden langfristige Top-Rankings erzielt, die nachhaltige Sichtbarkeit erzeugen. Technische Maßnahmen wie hreflang und eine grundlegende Domainstrategie unterstützen außerdem den Erfolg der Expansion.

To keep a long story short

Das eigene Unternehmen zu internationalisieren ist ein großer Schritt. Umso wichtiger ist es, sich davor gut zu informieren und möglichst viele Details bereits im Voraus zu kennen. Die fünf genannten Tipps helfen dabei im Zielland Fuß zu fassen und ermöglichen einen ersten Step in Richtung nachhaltigen Erfolg.

*Lara Meyer ist Marketing Manager bei eology .

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