Viele B2B Unternehmen investieren blind in Google Ads und SEO – und verlieren Geld. Dabei liefern die richtigen Daten die Basis für nachhaltige Sichtbarkeit und bessere Budgetplanung. Zeit für einen datenbasierten Kurswechsel.
Daten sind die Grundlage einer sinnvollen Budgetplanung.
Viele B2B Unternehmen geben tausende Euro, jeden Monat, für Suchmaschinenmarketing aus. Google Ads. SEO. Remarketing. Aber wie oft basiert diese Budgetverteilung wirklich auf belastbaren Daten?
Bauchgefühl war gestern: Warum B2B Marketingdaten entscheidend sind
Die Antwort die wir oft bekommen ist ernüchternd: zu selten.
Wir erleben das fast täglich. Budgets werden geschätzt, nicht gesteuert. Maßnahmen werden nach Bauchgefühl geplant, nicht nach Performance. Und das, obwohl alle relevanten Zahlen auf dem Tisch liegen könnten.
Die gute Nachricht: Wer die richtigen KPIs kennt, kann sein Marketingbudget strategisch und wirksam einsetzen und das mit mehr Sichtbarkeit, besserer Performance und einem besseren ROI.
Diese Daten braucht Ihr B2B Unternehmen für eine smarte Budgetplanung
Ob Maschinenbau, IT-Dienstleister oder Automobilzulieferer: Die folgenden KPIs sollten Sie im Blick haben, bevor Sie einen einzigen Cent ausgeben:
Organische Sichtbarkeit (SEO): Wo stehen Sie bei Google & Co.? Welche Keywords bringen Traffic und welche nicht?
Klickpreise (CPC): Was kostet ein Klick in Ihrer Branche wirklich? Gibt es saisonale Schwankungen?
Conversion Rate: Wie viele Besucher werden zu Anfragen oder Leads?
Customer Lifetime Value (CLV): Wie viel ist ein Kunde über die gesamte Beziehung wert?
Return on Ad Spend (ROAS): Wie effizient sind Ihre bezahlten Kampagnen und sind sie skalierbar?
Viele Unternehmen betrachten diese Zahlen isoliert. Unser Tipp: Betrachten Sie sie im Zusammenspiel. Erst dann ergibt sich ein echtes Bild Ihrer Marketing-Performance. Dazu kommen neben SEO und SEA auch die anderen Marketing-Kanäle. Sie machen Social Media, haben einen Newsletter oder gehe auf Messen? Alle diese Kanäle erzeugen Daten die Sie analysieren sollten. Bringt Ihnen Social Media relevante Anfragen oder Umsätze? Steht der Aufwand (personell, zeitlich und finanziell) den Sie in bestimmt Kanäle stecken in Relation zum Outcome?
SEO oder Ads? Warum Sie beides brauchen, aber anders budgetieren sollten
Die Frage, die uns B2B Unternehmen oft stellen: „Worauf soll ich mein Budget setzen SEO oder Google Ads?“ Unsere Antwort: Auf beides. Aber mit einer klaren Rollenverteilung.
SEO ist Ihre Grundversorgung. Google Ads sind Ihr Power-Boost.
Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist kein schnelles Geschäft und keine kurzfristige Aktion. SEO ist ein strategisches Investment in die Zukunft Ihres Unternehmens.
Sie investieren heute in technische Optimierung, starke Inhalte, sinnvolle Keyword-Strukturen und saubere Backlinks und Sie bekommen morgen nachhaltige Sichtbarkeit. Dabei ist ein langer Atem wichtig, nicht einmal alles auf einmal bewirkt Ergebnisse, sondern immer wieder Impulse für Suchmaschinen und KI-Tools zu setzen wirkt.
Google Ads hingegen sind das Gegenteil: Sie funktionieren sofort aber nur solange Geld fließt. Kein Budget? Kein Traffic. Und wenn Sie keine Daten haben, wissen Sie nicht einmal, ob dieser Traffic konvertiert. Klingt hart? Ist es auch.
Deshalb unser Ansatz: Grundrauschen sichern und gezielt skalieren.
SEO als Dauerlauf: Planen Sie kontinuierlich ein Jahresbudget für SEO ein. Warum? Weil der Google-Algorithmus sich laufend verändert. Weil Ihre Konkurrenz nicht schläft. Weil KI immer wieder neue Veränderungen im Suchverhalten der User bringt und weil organischer Traffic der effizienteste Weg ist, dauerhaft Leads zu generieren.
Google Ads als Turbo: Nutzen Sie Ads nicht als teure Dauerlösung, sondern strategisch für Kampagnen, bei denen Sie sichtbar sein müssen. Etwa bei einer neuen Produktserie, einer Aktion oder wenn der Vertrieb neue Leads braucht. Allerdings beachten Sie auch hier, auch wenn innerhalb von Stunden/Tagen Klicks bei Ihnen ankommen, die Aussteuerung, Optimierung und Verbesserung der Ads bedarf Zeit. Heute an, morgen aus ist hier definitiv nicht zu empfehlen. Unser Tipp: Quartals-Planungen machen, so haben Sie die Chance auch wirklich relevante Daten zu erfassen und strategisch Themen zu bewerben.
Ein Praxisbeispiel, das Mut macht
Ein Praxisbeispiel, das Mut macht
Ein Kunde aus der Industrie kam mit einem typischen Problem zu uns: hohe Google-Ads-Kosten, aber stagnierende Leads. Die Annahme? „Wir müssen mehr Budget freigeben.“ Unser Vorschlag? Erstmal sauber analysieren.
Was wir fanden: schwache Landingpages, lange Ladezeiten, kein Fokus auf Conversion. Also haben wir nicht mehr Ads geschaltet – sondern erstmal die Website optimiert.
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Die Google Ads liefen dabei weiter, aber mit neuen Zielseiten und klaren KPIs. Das Ergebnis nach sechs Monaten: Doppelt so viele Anfragen. Und das bei 30 Prozent weniger Kosten pro Lead.
Achtung Kostenfalle: Wenn Ads laufen, aber die Website nicht konvertiert
Viele Unternehmen pumpen tausende Euro in Ads und wundern sich über ausbleibende Ergebnisse. Ein häufiger Grund: Die Website ist nicht auf Conversions optimiert oder es gibt schlicht kein Tracking.
Unser Appell: Schauen Sie zuerst auf Ihre Basis. Ihre Landingpages. Ihr Tracking. Ihr Formularprozess. Sonst ist selbst das beste Ads-Budget rausgeschmissenes Geld. Und: Transparenz ist Pflicht. Agenturen, die nur mit Durchschnittszahlen arbeiten oder keine echten ROAS-Daten liefern, arbeiten nicht in Ihrem Interesse. Hinterfragen Sie Ergebnisse und Reports, denn nur so können Sie Ihre Budgets richtig definieren.
Unser Fazit: Mehr Klarheit = besseres Marketing
Marketing-Budgets im B2B sind kein Blindflug. Wer die richtigen KPIs kennt und sie konsequent nutzt, spart Geld, steigert die Sichtbarkeit und bringt Vertrieb und Marketing endlich in Einklang.
Tipp: Legen Sie alle Karten auf den Tisch. Zahlen. Ergebnisse. Potenziale. Dann wird aus Bauchgefühl echte Strategie.
*Katharina Vogt ist Gründerin und Geschäftsführerin der SEO-Agentur Vogt digital GmbH. Sie unterstützt mittelständische B2B Unternehmen dabei, mit SEO und Google Ads messbar zu wachsen – ehrlich, datenbasiert und auf Augenhöhe.