Online-Marketing in der Inflation 5 Tipps, um das Marketing-Budget effizienter zu nutzen

Ein Gastbeitrag von André Hehemann*

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Die Inflation stellt viele Marketer vor Herausforderungen. Wie gestalte ich meine Marketingaktivitäten effizienter? Wo lässt sich Geld einsparen, ohne einen Sichtbarkeitsverlust zu riskieren? So können Sie Ihr Marketing-Budget besser einsetzen.

So können Sie Ihr Marketing-Budget in der Inflation optimieren.
So können Sie Ihr Marketing-Budget in der Inflation optimieren.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Es ist offiziell: Das Ifo-Institut rechnet 2023 mit einer Rekord-Inflation und Rezession. In diesem Beitrag geht es deshalb um Tipps und Optionen, um Marketing-Budget einzusparen beziehungsweise effizienter zu nutzen.

Wo lässt sich Marketing-Budget einsparen?

Unter dem Druck der Effizienz wird der Ruf nach Einsparpotenzialen für Anzeigen bei Google, Social Media und Co. lauter. Ist es besser, alle Werbekampagnen prozentual im Budget zu kürzen oder einige Fokus-Kampagnen auszuwählen und das Gesamtbudget dort zu bündeln? Welchen Effekt kann die Optimierung von Visuals haben und wie lassen sich Streuverluste eindämmen?

Abhängig von den jeweiligen Marketing-Zielen gibt es unterschiedliche Einsparungspotenziale im Online-Marketing:

  • 1. Schlecht performende Kanäle pausieren
  • 2. Target-Strategien entwickeln
  • 3. Zielgruppen beschränken
  • 4. Formate kontrollieren
  • 5. Stay local

Wir erklären ihre Vor- und Nachteile.

Einsparpotenzial 1: Schlecht performende Kanäle pausieren

Monitoring ist eine der wichtigsten Aufgaben im Online-Marketing und zeigt viele Potenziale für die Marketing-Budgetplanung. In der Regel lässt sich aus den Zahlen ablesen, welche Kommunikationskanäle den besten ROI abwerfen. Marketing-Budgets können also ohne großen Sichtbarkeitsverlust geschont werden, wenn zumindest kurzzeitig die Ausspielung von Ads auf weniger relevanten Plattformen pausiert wird. Aber: Potenziell verlieren Unternehmen dadurch die Chance, neue Kunden zu erreichen, die sich abseits der üblichen Kanäle bewegen. Eine langfristige Lösung bietet diese Option daher nicht.

Einsparpotenzial 2: Target-Strategien entwickeln

Ein schneller Tipp ist die Anpassung der prozentualen Verteilung zwischen Reichweiten- und Conversion-Kampagnen. Selbstredend haben Reichweiten-Kampagnen einen höheren Streuverlust, ohne zwangsläufig auf Umsatz oder Ähnliches abzuzielen.

In der Target-Strategie sollte darüber hinaus ein Ziel-CPA (Lead-Case) oder ein Ziel-ROAS (E-Commerce-Case) angegeben werden. So wird das hinterlegte Marketing-Budget nur genutzt, wenn der Algorithmus zu diesem Ziel-CPA Conversions erzielen kann. Zwar schränkt das die Reichweite ein, liefert aber qualitativ bessere Ergebnisse.

Gezieltes Retargeting und Reaktivierungskampagnen sind ebenfalls ein wahrer Money-Saver und sollten in der Marketing-Budgetplanung unbedingt beachtet werden.

Wichtig bei jeder Art von Kampagnenschaltung ist, dass Marketer die Frequenz im Auge behalten, um eine zu häufige Ausspielung zu vermeiden. Dies lässt sich auf Kampagnenebene unter Frequency Capping einstellen. Wer etwas Marketing-Budget sparen möchte, sollte nach mehrmaligen Kontaktversuchen via Ad besser neue Wege probieren oder seine Zielgruppe überdenken.

Einsparpotenzial 3: Zielgruppen beschränken

Bei der Marketing-Budgetplanung sollte beachtet werden: Auch Kleinvieh macht Mist. Daher dürfen kleinere Optimierungspunkte nicht ungenutzt bleiben. Ein genauer Blick auf die Werbezeiten, Zielgruppen und demografischen Merkmale lohnt sich daher meistens, um teure Streuverluste einzudämmen und das Marketing-Budget bei der passenden Zielgruppe effizienter einzusetzen. Hier ist dann der Blick auf die CPM (Cost-per-Mille) beziehungsweise Klickpreise interessant. Denn häufig werden bei kleinen Zielgruppen höhere CPM veranschlagt, sodass die Schmälerung der Zielgruppe im ersten Moment nicht wie eine Kostenreduktion scheint, in der Ausspielung aber deutliche Effekte zeigt.

Einsparpotenzial 4: Formate kontrollieren

Monitoring ist jetzt wichtiger denn je. Die Performance der Anzeigen sollte noch engmaschiger beobachtet werden. Heißt konkret: Wenn Ads mehrere Tage hintereinander fallende Klickzahlen haben, sollten womöglich die Visuals ausgetauscht werden.

Grundsätzlich ist es auch sinnvoll, verschiedene Formate wie Video, Text und Foto zu bedienen, um größere Aufmerksamkeit bei gleichbleibendem Marketing-Budget zu generieren. Dabei ist wieder je nach Kanal abhängig, wie die Visuals gestaltet werden sollten. Während bei Werbung auf Instagram und Facebook gerne mit klaren CTAs gearbeitet wird und Posts deutlich als Werbung erkennbar ausgespielt werden dürfen, ist Werbung auf anderen Kanälen wie zum Beispiel TikTok meist eher dann erfolgreich, wenn sie sich fließend ins Gesamtbild mit den organischen Posts einfügt.

Einsparpotenzial 5: Stay local

Mit ortsspezifischer Werbung lässt sich Marketing-Budget sparen. Die meisten Unternehmen wünschen sich so viele Website-Besucher wie möglich. Doch sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass ein Klick auf eine Website allein noch keinen Umsatz bedeutet. Wie so oft gilt an dieser Stelle: Klasse statt Masse. Nicht jeder Visitor wird automatisch ein Kunde.

Einem regional tätigen Dienstleister nutzen Einstiege aus anderen (Bundes-)Ländern eher wenig. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich auf die geografische Umgebung seiner Zielgruppe zu fokussieren, da sich hieraus folglich bessere Umsatzchancen ergeben. Um das Marketing-Budget Conversion-optimiert einzusetzen, sollten Kampagnen zum Beispiel bei Google Ads daher regional ausgerichtet werden.

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Fazit: Marketing-Budget zielgerichteter einsetzen

Wer Marketing-Budget sparen möchte, muss immer Abstriche machen. Wer sich jedoch über die Kernziele seiner Marketing-Strategie im Klaren ist, hat verschiedene Optionen.

Das Hauptziel ist dabei immer, Streuverluste einzuschränken und die Wunsch-Zielgruppe noch gezielter zu adressieren. Dazu können Kampagnen auf schlecht performenden Kanälen pausiert, die Zielgruppe mehr spezifiziert und Visuals optimiert werden. Bei Anbietern mit regionalem Bezug sollten Marketing-Aktivitäten geografisch eingeschränkt werden. Und auch Target-Strategien oder Retargeting helfen, Marketing-Budget einzusparen.

All diese Tipps für eine optimierte Marketing-Budgetplanung schränken jedoch die Reichweite und damit die Sichtbarkeit von Unternehmen ein. Daher sind sie lediglich für einen begrenzten Zeitraum einsetzbar. Um langfristig in den Bereichen SEA und Social-Media-Marketing zu sparen, sollte – sofern nicht ohnehin im Marketing-Mix vorhanden – auf weniger kostenintensive Sichtbarkeit zum Beispiel durch SEO gesetzt werden.

*André Hehemann ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur Suchhelden.

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