Was sind die B2B Marketing Trends 2024? Welche neuen Strategien, Taktiken oder Kanäle sollten B2B Marketer auf ihrer Agenda haben? Wir haben uns in der B2B Community umgehört und die wichtigsten Trends in diesem Artikel aufbereitet.
Wir werfen einen Blick in die Zukunft: Das sind die B2B Marketing Trends 2025!
Das vergangene Jahr war von Turbulenzen geprägt, seien es geopolitische Konflikte, Energiekrisen oder steigende Preise. Die Welt stand vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die es den Unternehmen schwer machten, klare Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Doch gerade in Zeiten des Wandels rückt die Frage nach den kommenden Entwicklungen und Marketing Trends umso stärker in den Fokus. Damit haben Sie im Wettbewerb die Nase vorn.
Eines ist jetzt schon sicher: Der Blick in das Jahr 2024 eröffnet spannende Perspektiven für das B2B Marketing und den B2B Vertrieb. Inmitten von Unsicherheiten und einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld zeichnen sich klare Trends ab, die die Art und Weise, wie Unternehmen im B2B Bereich agieren, nachhaltig beeinflussen werden.
Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf die Marketing Trends und zeigt, wie Sie sich auf die Herausforderungen und Chancen des B2B Marketings im Jahr 2024 vorbereiten können. Dazu haben wir uns in der Branche umgehört und verschiedene Meinungen aus der marconomy Community eingeholt.
In der folgenden Bildergalerie erzählen B2B Marketer und Vertriebsmitarbeiter, was sie von den B2B Marketing Trends 2024 halten:
B2B Marketing Trend 1: Künstliche Intelligenz (KI) wird im B2B Marketing immer wichtiger
Laut der B2B Marketing Studie 2023 der Vogel Communications Group halten mehr als die Hälfte der befragten 600 B2B Marketer KI-Technologien für einen zunehmend wichtigen Trend. Die Einsatzbereiche der KI können dabei ganz vielseitig sein. So sagen 88 Prozent davon, dass Künstliche Intelligenz vor allem bei der Content Erstellung unterstützen könne. Auch im Bereich Marketing Automation sehen viele Marketer hohes Potenzial für den Einsatz von KI – das geben rund 76 Prozent an. Fast Dreiviertel der Studienteilnehmer von ihnen sehen insbesondere Chancen bei Chatbots und Übersetzungen.
Passend dazu hat die Vogel Communications Group auch 564 Entscheider aus der Industrie befragt. Wie also muss hilfreicher Content für B2B Entscheider sein? Laut den Teilnehmern muss hilfreicher Content für 73 Prozent einen hohen Informationsgehalt haben, für 58 Prozent aus verlässlichen und glaubwürdigen Quellen stammen und noch für knapp jeden Zweiten relevant für das eigene Fachgebiet sein.
Genau hier könnte der Knackpunkt für den Einsatz von KI-Tools liegen. Gerade im B2B haben es Unternehmen häufig mit sehr komplexen oder sensiblen Themen zu tun, bei denen es auf absolute Genauigkeit ankommt. Das wohl meist bekannteste Tool im Bereich der Künstlichen Intelligenz ChatGPT hat aber häufig die Neigung, sich Informationen auch mal „auszudenken“, beziehungsweise neu zu sortieren. Das ist im B2B Sektor aber ein absolutes No-Go. Vertrauen ist die wichtigste Währung im B2B, und die sollte auch beim Content immer an erster Stelle stehen.
Eins bleibt auf jeden Fall festzuhalten: Der Einsatz von KI wird immer wichtiger – alleine schon, um recht einfache oder sich wiederholende Aufgaben auszulagern und Kreativität für wichtigere Angelegenheiten zu schaffen. Marketer sollten dabei einfach immer eine gewisse Skepsis an den Tag legen und die Funktionsweisen von KI-Tools genauestens testen. Bei Auswertungen von Daten können KIs beispielsweise schon jetzt sehr gut unterstützen.
B2B Marketing Trends 2024 im Praxischeck
Was sagen echte B2B Marketing- und Vertriebsexperten zu den TOP 10 B2B Marketing Trends für 2024? Welche Trends spielen in der Praxis wirklich eine Rolle? Wir haben mehr als 40 Experten aus dem marconomy-Netzwerk nach Ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis finden Sie im kostenfreien Whitepaper.
B2B Marketing Trend 2: Weg von der Kaltakquise hin zum Account Based Marketing und Selling
Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus? Verfolgen Sie noch die klassische Telefonakquise, bei der Sie Unternehmen „kalt“ anrufen und hoffen, dass Ihr Pitch überzeugt? Nichts gegen die altbewährte Kaltakquise! Doch im B2B Vertrieb wollen viele Entscheider in der DACH-Region lieber gezielt angesprochen und umworben werden. Mit dem B2B Vertriebstrend „Account Based Selling“ können Sie dem aktiv entgegenwirken.
Beim Account Based Selling spezialisieren sich Vertriebsmitarbeiter oder -teams auf eine bestimmte Zielgruppe. So tauchen sie tief in die Bedürfnisse dieser Zielgruppe ein und verstehen die zukünftigen Kunden genau. Das sorgt nicht nur für eine bessere Akquise, sondern auch für Kunden, die perfekt zum Produkt passen.
Der nächste Trend räumt mit den bisherigen Vertriebsansätzen auf, bei denen nur die eigenen Ziele und Zahlen im Mittelpunkt stehen. Das Zauberwort heißt „Customer Centricity“ – der Perspektivenwechsel von der eigenen Sichtweise hin zur Sichtweise der Zielgruppe und der Kunden. Ihr Ziel sollte es sein, möglichst schnell Vertrauen zu Ihren Interessenten, Leads und zukünftigen Kunden aufzubauen. Dies muss nicht immer über die klassische Kaltakquise am Telefon geschehen. Die Ansprache über LinkedIn oder persönliche Videogrüße per E-Mail können genauso effektiv sein. Hier kommen nützliche Video-Tools ins Spiel. Sie verleihen Ihren Verkaufs-E-Mails mehr Persönlichkeit und Individualität, sei es beim Erstkontakt oder im weiteren Verkaufsprozess. So können Sie Ihr Gespräch zusammenfassen und Ihre Lösung prägnant präsentieren.
Stand: 08.12.2025
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Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
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Als Vertriebsprofi sind Sie außerdem auch Markenbotschafter Ihrer Marke. Ihr Gesicht, Ihre Aussagen und Ihr Content sind automatisch mit Ihrem Unternehmen oder Produkt verbunden. Bauen Sie Ihre eigene Personal Brand auf, vernetzen Sie sich und bleiben Sie im Austausch, und bauen Sie so Account Based Marketing auf. So lernen Sie ständig dazu, und Unternehmen werden auf Sie zukommen, wenn sie Bedarf haben. Planen Sie Ihren Content auf Ihre Zielgruppe aus und arbeiten Sie eng mit Ihrem Marketingteam zusammen, um in die gleiche Richtung zu starten.
B2B Marketing Trend 3: Die Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb ist wichtiger denn je
Was schon in Trend zwei angeklungen ist: Die Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb wird immer wichtiger, weil sie nachweislich den Unternehmenserfolg steigern kann. Das sagen immerhin 90 Prozent der 250 befragten Unternehmen in der Studie „Smarketing – Die Zukunft von Sales und Marketing 2023 / 24“ von Adito. Demnach haben Marketing und Vertrieb vor allem in der Verbesserung der Zusammenarbeit durch Kommunikation und in der gemeinsamen Nutzung von Projekttools großes Potenzial.
Regelmäßige Meetings, in denen beide Teams aktuelle Projekte und Herausforderungen besprechen, optimieren die Kommunikation. So kann man sich gegenseitig über laufende Kampagnen, Kundenfeedback und Verkaufstrends informieren. Gemeinsame Schulungen und Trainings können das gegenseitige Verständnis stärken und den Wissensaustausch verbessern.
Dazu passt auch ein weiteres Ergebnis der Adito-Studie: Sie zeigt, dass in mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen Marketing und Vertrieb in getrennten Abteilungen ohne gemeinsame Projektteams arbeiten. Bei 18 Prozent sind Marketing und Vertrieb in getrennten Abteilungen mit gemeinsamen Projektteams angesiedelt und bei knapp einem Drittel sind Marketing und Vertrieb in einer gemeinsamen Abteilung organisiert. Dabei gewinnt gerade das „Smarketing“, also die Kombination von Marketing und Vertrieb, immer mehr an Bedeutung.
Traditionell war das Marketingteam vor allem für die Steigerung der Markenbekanntheit zuständig, während die Vertriebsteams für die Kundenakquise und den Abschluss von Geschäften verantwortlich waren. In der Vergangenheit waren diese Bereiche strikt voneinander getrennt und standen oft sogar in Konkurrenz zueinander. Das Smarketing-Konzept zielt dagegen auf eine nahtlose Zusammenarbeit ab. Marketing und Vertrieb verfolgen gemeinsame Ziele und Strategien und nutzen Synergien zwischen den beiden Unternehmensbereichen. Dazu ist es auch wichtig, das Daten-Know-how in Marketing und Vertrieb zu stärken. Eine gemeinsame Datenplattform, die beispielsweise alle Informationen und Kundendaten integriert, ist für eine ganzheitliche 360-Grad-Sicht auf Kunden und Interessenten unerlässlich und erleichtert die Zusammenarbeit. Ziel sollte es sein, dass beide Abteilungen auf die gleichen Daten zugreifen und diese als Grundlage für Auswertungen nutzen.
B2B Marketing Trend 4: Das B2B Marketing wird datengetriebener
Die Bedeutung von Data-Driven Marketing im B2B Bereich nimmt stetig zu. In der B2B Marketing Studie 2023 der Vogel Communications Group gaben fast 87 Prozent der befragten Marketer an, dass ihr B2B Marketing immer datengetriebener wird. Die Nutzung von Daten zur transparenten Erfolgsmessung und anschließenden Prozessoptimierung steht für viele B2B Marketer im Mittelpunkt. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der bvik-Studie „B2B Marketingbudgets – Trends für 2023/24“ wider.
Die datengestützte, individualisierte Ansprache, unterstützt durch maßgeschneiderte Inhalte, löst zunehmend das Gießkannenprinzip ab. Doch was genau steht im Zentrum dieses Trends?
Ein wichtiger Aspekt ist die Neugestaltung des gesamten Lead Management Prozesses. Häufig wird Marketing nur an der Anzahl der generierten Leads gemessen. Erfolgreicher zu sein bedeutet aber nicht zwangsläufig, mehr Leads zu generieren. Es geht vielmehr darum, die gewonnenen Leads besser zu nurturen und zu scoren. Um den Einfluss von Leads auf den Unternehmenserfolg und das Unternehmenswachstum messbar zu machen, ist ein effizienter Lead Management Prozess von entscheidender Bedeutung. Dieser Prozess umfasst die Identifizierung, Erfassung und Kategorisierung von Leads, um ihr Potenzial für das Unternehmen zu bewerten. Dabei kann ein Lead Manager als Schnittstelle zwischen Vertrieb und Marketing unterstützen.
Die Qualität der generierten Leads kann durch den Einsatz datengetriebener Methoden verbessert werden. Auf Basis von Datenanalysen und -auswertungen können Marketer gezieltere Strategien entwickeln und relevantere Inhalte erstellen. Dies trägt dazu bei, Leads effektiver zu konvertieren und den Verkaufszyklus zu verkürzen.
Nicht nur das Sammeln von Daten, sondern vor allem deren sinnvolle Nutzung macht den Erfolg von Data-Driven Marketing im B2B Bereich aus. Dies ermöglicht eine präzisere Kundenansprache, eine höhere Conversion Rate und letztlich einen positiven Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Data-Driven Marketing wird somit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil im B2B, der die Effizienz steigert und bessere Ergebnisse liefert.
B2B Marketing Trend 5: B2B E-Commerce unterscheidet sich nicht mehr von B2C
Während das Wachstum im B2C Onlinegeschäft abflaut, erlebt der B2B E-Commerce einen wahren Boom. Der Umsatz im DACH-Raum belief sich im B2B E-Commerce im Jahr 2022 auf 1,6 Billionen Euro und soll 2023 um weitere 200 Milliarden Euro steigen, so das Ergebnis des B2B Marktmonitors 2023 des Verbands der Vereine Creditreform e.V.. Dieser Trend resultiert nicht nur aus den Auswirkungen der Pandemie, sondern vor allem aus dem Generationswechsel in den Einkaufsabteilungen.
Dabei wird die B2B Kundschaft in 2024 digital immer anspruchsvoller. Heißt auch, dass die Unterschiede zwischen B2B und B2C zunehmend verschwimmen. Die digitalen Generationen in den Beschaffungsabteilungen erwarten Schnelligkeit, Bequemlichkeit, Personalisierung und Multichannel-Optionen.
Folgende Strategien werden im B2B E-Commerce 2024 wichtig:
Digitale Beschaffungsprozesse als Einkaufserlebnis: Die Usability und User Experience sind auch im B2B Marketing entscheidend. Das Shopsystem oder die Plattform muss leicht zugänglich, Produkte schnell auffindbar und Inhalte gut aufbereitet sein. Personalisierung und Tools zur Vereinfachung des Kaufprozesses sind unverzichtbar.
Multichannel oder Omnichannel – die Bedeutung einer klaren Strategie wächst: Im B2B Bereich ist eine klare Omnichannel-Strategie von entscheidender Bedeutung. Die E-Commerce Plattform, Vertriebsmitarbeiter, Kundenportale und Online Marktplätze sollten ein nahtloses Kundenerlebnis bieten.
Self-Service als Kundenservice: Balance zwischen Self-Service- und Assisted-Service-Optionen ist im B2B Geschäft gefragt. Kunden benötigen vor und nach der Transaktion umfassende Unterstützung, sowohl durch digitale Tools als auch durch persönliche Interaktion.
Hilfreicher Content spielt auch für viele Marketer in 2024 eine wichtige Rolle, so lautet der nächste B2B Marketing Trend 2024. So ergab beispielsweise die Statista Content Marketing Trendstudie 2023 von Statista Content & Design, dass B2B Marketer lieber hochwertigeren und dafür weniger Content produzieren möchten. Deshalb sollen die Budgets auch ansteigen. Als wichtigste Touchpoints gaben die Befragen zu 98 Prozent Social Media und zu 97 Prozent die eigene Website an.
Und um mit der Website auch Sichtbarkeit zu erhalten, sollten Marketer auch 2024 SEO auf dem Schirm haben. 67 Prozent der Befragten, der eingangs schon erwähnten B2B Marketing Studie 2023 der Vogel Communications Group, gaben beispielsweise an, dass KI gerade bei Suchmaschinenoptimierung gut unterstützen könnte. KI hat zwar die Herangehensweise an einige Aspekte beeinflusst, wie zum Beispiel die Ausrichtung auf bestimmte Trends oder die Inspiration für Inhalte, möglicherweise auch die Erstellung von Produkttexten, aber der Grundgedanke, dass Qualität vor Quantität geht, bleibt auch in 2024 bestehen.
Um auf Social Media so richtig durchzustarten, sollten B2B Marketer vermehrt auf interaktiven Content setzen. Also Inhalte, die die Zielgruppe aktiv einbinden und zur Interaktion anregen. Hierzu gehören Umfragen, Quizze oder auch interaktive Infografiken. Dieser Ansatz ermöglicht es, über das traditionelle Konsumieren von Inhalten hinauszugehen und die Teilnehmer in den Informationsaustausch einzubeziehen. Warum ist das wichtig? Interaktive Inhalte schaffen eine tiefere Verbindung zwischen Unternehmen und Kunden, indem sie deren Meinungen und Präferenzen erfassen. Sie bieten nicht nur ein personalisiertes Erlebnis, sondern liefern auch wertvolle Daten für die Leadgenerierung und die Verbesserung der Content Marketing Strategie. Durch die Anpassung von Inhalten an die individuellen Antworten und Bedürfnisse der Nutzer können Unternehmen gezieltere und effektivere Botschaften vermitteln. Dies fördert die Kundenbindung und ermöglicht es Unternehmen, Lösungen anzubieten, die besser auf die Anforderungen ihrer Kunden zugeschnitten sind.
Auch die Bedeutung von Videoinhalten nimmt im B2B Content Marketing kontinuierlich zu. So geben 66 Prozent der Teilnehmer der Statista Content Marketing Trendstudie 2023 an, zukünftig verstärkt Videoformate für das eigene Content Marketing verwenden zu wollen. Früher auf B2C Märkte beschränkt, erkennen B2B Unternehmen nun das Potenzial von Videos, um komplexe Produkte und Dienstleistungen zu erklären, Vertrauen aufzubauen und Schulungen anzubieten.
These 7: Live Kommunikation als fester Bestandteil im Marketingmix 2024
Live Kommunikation bleibt auch im Jahr 2024 ein essenzieller Bestandteil im Marketingmix von Unternehmen. Dabei umfasst der Begriff „Live Kommunikation“ eine breite Palette von Veranstaltungsformaten, darunter Messen, eigene Events und externe Veranstaltungen. In einer Zeit, in der die Grenzen zwischen B2B und B2C Märkten zunehmend verschwimmen, werden die Anforderungen an Events in beiden Sektoren immer anspruchsvoller.
Im Rahmen der bvik-Befragung „B2B Marketing Budgets – Trends für 2023/24“ wird deutlich, dass Messen und Live Events weiterhin eine herausragende Rolle in den Budgetplanungen der Marketingverantwortlichen spielen. Insbesondere Leitmessen, lokale Ausstellungen und unternehmenseigene Events werden im Jahr 2024 im Fokus stehen. Spannend dabei: Eigene Events gewinnen immer mehr an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert von firmeneigenen Veranstaltungen, um Kundenbindung und -bindung zu fördern. Solche Events ermöglichen eine noch tiefere Interaktion mit der Zielgruppe und bieten die Chance, maßgeschneiderte Erlebnisse zu schaffen.
Dabei ist es außerdem längst kein Geheimnis mehr, dass Nachhaltigkeit sowohl für B2B als auch für B2C Kunden ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl von Unternehmen ist. Zeit das also auch bei der Event Konzeption zu überdenken. Statistiken belegen, dass jedes Jahr die Treibhausgas-Emissionen gravierend ansteigen. Aktuell verursachen die Menschen pro Kopf 4,7 Tonnen C02 Emissionen pro Jahr. Dies hat zur Folge, dass die Temperaturen weltweit ansteigen und auch die Naturkatastrophen sich immer mehr häufen. Vor diesem Hintergrund wird die Ausrichtung von nachhaltigen Events für Unternehmen immer wichtiger. Doch was gilt es alles zu beachten, wenn man ein nachhaltiges Event ausrichten möchte?
Durch die Berücksichtigung folgender Aspekte können Unternehmen nicht nur ökologisch handeln, sondern auch positive Auswirkungen auf ihre Reputation und Kosten erzielen:
Nachhaltige Catering-Optionen: Setzen Sie auf lokale, saisonale Zutaten und minimieren Sie so den Abfall in der Verpflegung auf der Messe.
Vermeidung von Einwegprodukten: Nutzen Sie beispielsweise Mehrweggeschirr und -taschen anstelle von Einwegartikeln. Und verwenden Sie Marketingmaterialien doch einfach häufiger.
Upcycling und Recycling: Recyclen Sie alte Materialien in neue Produkte oder Marketinginhalte auf dem Messestand um oder verwenden Sie diese wieder.
Digitale Alternativen: Überlegen Sie genau, ob wirklich alle physischen Maschinen oder doch lieber digitale VR-Modelle auf der Messe benötigt werden. Dadurch sparen Sie nicht nur Transportkosten, sondern auch jede Menge CO2 ein.
Nachhaltige Kommunikation: Um auch in der Kommunikation nachhaltig zu wirken, sollten Sie beispielsweise Recyclingpapier und digitale Marketingkanälen verwenden.
Partnerschaften mit nachhaltigen Unternehmen: Machen Sie sich beispielsweise auf die Suche nach nachhaltigen Messebauern. Dadurch unterstreichen Sie die Nachhaltigkeit des Events.
Die Berücksichtigung dieser Aspekte ermöglicht es Unternehmen, nicht nur umweltfreundlicher zu handeln, sondern auch das Image zu stärken und langfristig Kosten zu senken. Nachhaltige Live-Kommunikation, sei es in Form von Messen oder firmeneigenen Events, wird somit zu einem wichtigen Faktor im Marketingmix von Unternehmen im Jahr 2024.
B2B Marketing Trends im Praxischeck
Was sagen wahre B2B Experten zu den TOP 10 B2B Marketing Trends für 2024? Welche Trends spielen in der Praxis wirklich eine Rolle? Wir haben mehr als 40 Experten aus dem marconomy-Netzwerk nach Ihrer Meinung gefragt. Das Ergebnis finden Sie im kostenfreien Whitepaper.
B2B Marketing Trend 8: Nachhaltigkeit wird ein wichtiges Thema in der Kommunikation
Bleiben wir doch erstmal beim Thema Nachhaltigkeit. Nicht erst, seitdem sich die sogenannten ESG-Kriterien (Environmental Social Government) zum Standard nachhaltigen Wirtschaftens etabliert haben und Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette eingefordert werden, ist klar geworden, dass neben Themen wie Ressourcenknappheit, Klimawandel und Umweltverschmutzung auch soziale Aspekte sowie eine verantwortungsvolle Unternehmensführung dazugehören. Der Profit eines Unternehmens muss künftig also eng mit Verantwortungs- und Umweltbewusstsein verknüpft sein.
Die Europäische Kommission hat deshalb am 31. Juli 2023 den Delegierten Rechtsakt zum Set 1 der neuen EU-Nachhaltigkeitsberichtstandards („European Sustainability Reporting Standards“, kurz ESRS) veröffentlicht. Diese geben die Berichtsinhalte und die -struktur der Nachhaltigkeitsberichte vor, an die sich Unternehmen seit Oktober 2023 halten müssen. Heißt: Viel mehr Unternehmen sind nun verpflichtet einen solchen Nachhaltigkeitsbericht zu verfassen (schätzungsweise 50.000 europäische Unternehmen). Tipps zu den ESRS Richtlinien erhalten Sie in diesem Beitrag.
Gerade im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation spielen die ESRS-Richtlinien eine entscheidende Rolle. Die standardisierten Nachhaltigkeitsberichte heben die Glaubwürdigkeit der Kommunikation auf ein neues Niveau: Sie liefern den konkreten Beleg für PR- und Marketingaussagen zum nachhaltigen Wirtschaften. Gleichzeitig ermöglichen sie den Unternehmen, die ohnehin für die Berichterstattung aufbereiteten Informationen gezielt für ihre Kommunikation zu nutzen. Das macht das Ganze nicht nur transparenter, sondern auch effizienter.
B2B Marketing Trend 9: Influencer Marketing als großer Hebel in der B2B Kommunikation
Neben der Unternehmensmarke treten immer mehr Markenbotschafter in Form von Influencern auf. Dieser vielschichtige Ansatz ermöglicht es Unternehmen, ihre Botschaften effektiver zu kommunizieren und in einer unsicheren Welt eine vertrauenswürdige und authentische Verbindung zu ihrem Publikum aufzubauen. Insbesondere im Kontext von B2C Marketing sind Influencer oft entscheidend, da sie eine persönliche Beziehung zu Endverbrauchern aufbauen können. Im Gegensatz dazu sind B2B Influencer in der Regel interne, zum Beispiel Mitarbeiter, als auch externe Experten, zum Beispiel Professoren, auf ihrem Gebiet und können Unternehmen helfen, Glaubwürdigkeit und Fachkompetenz zu vermitteln. Dabei sollten Unternehmen jedoch darauf achten, dass die Wahl des richtigen Influencers sowohl zur Zielgruppe als auch zur Markenidentität passt, um den gewünschten Einfluss zu erzielen.
Dennoch überrascht es, dass laut der B2B Marketing Studie 2023 der Vogel Communications Group nur 30 Prozent der Befragten Influencer Marketing als einen zunehmend wichtigen Trend betrachten. Gleichzeitig geben 77 Prozent der B2B Entscheider an, dass Aussagen von Branchenexperten für sie eine wichtige Orientierungsfunktion haben. Dies zeigt, dass die Glaubwürdigkeit und Fachkompetenz von Experten im B2B Bereich nach wie vor unverzichtbar sind.
Die Kommunikation über Experten wird voraussichtlich auch im Jahr 2024 auf Plattformen wie LinkedIn stattfinden, die von fast 84 Prozent der B2B Marketer als der wichtigste Kanal betrachtet werden. Interessanterweise nutzen B2B Entscheider LinkedIn Beiträge nur zu 19 Prozent, um sich beruflich zu informieren. Als das Format der Stunde gilt der Fachartikel, den knapp 85 Prozent der befragten Entscheider zur beruflichen Information nutzen.
Daher ist es wichtig zu betonen, dass die Expertenpositionierung nicht allein auf Social Media beschränkt ist. Vielmehr sollten Experten auch in relevanten Fachmedien präsent sein und regelmäßig hochwertige Artikel veröffentlichen. Erfolgreiche B2B Influencer Kommunikation schafft Mehrwert durch einsichtige Beiträge, produktive Diskussionen und aktuelle Themen.
In dieser Umgebung spielt auch die Marktforschung eine entscheidende Rolle. Sie ermöglicht es Marketingverantwortlichen, herauszufinden, was ihre Zielgruppe von ihrer Marke erwartet und welche Aspekte des Kundenerlebnisses besonders wichtig sind. So können sie ihre Produkte, Dienstleistungen und Kommunikationsstrategien gezielt anpassen und optimieren. Darüber hinaus bietet die Marktforschung die Möglichkeit, die Wahrnehmung der Marke in der Zielgruppe zu analysieren. Marketingverantwortliche können so herausfinden, wie ihre Marke im Vergleich zur Konkurrenz wahrgenommen wird und welche Assoziationen und Emotionen mit der Marke verbunden sind. Diese Erkenntnisse dienen dazu, die Markenpositionierung zu stärken und die Kommunikation gezielt auf die gewünschten Markenwerte auszurichten.
B2B Marketing Trend 10: Employer Branding als wichtiger Bestandteil der Marken- und Unternehmensstrategie
Auch im Jahr 2024 wird Employer Branding für Unternehmen von entscheidender Bedeutung sein. Eine nachhaltige und authentische Arbeitgebermarke wird nur dann erreicht, wenn sie nahtlos in die umfassende Markenführung integriert ist. Marketingmitarbeiter sollten daher nicht nur intern, sondern auch extern Menschen von der Stärke der Marke begeistern, was den bereits erwähnten B2B Marketing Trend 2024 der Markenbotschafter einschließt. Diese integrale Sichtweise wurde im Kontext der bvik-Studie „B2B Marketing Budgets – Trends für 2023/24“ bestätigt.
Die Verknüpfung von HR-Inhalten mit Marketingwissen und digitalen Tools ist dabei von entscheidender Bedeutung. So wird beispielsweise die Customer Journey ganz einfach zur Talent Journey. Diese gilt es zu skizzieren. Content Marketing ist häufig der Ausgangspunkt der Journey. Erst darüber werden die Bewerber letztendlich auf das Unternehmen aufmerksam. Bewerber bewerben sich nicht mehr wegen des Jobs, sondern wegen des Unternehmens. Hier kann und muss Content Marketing ansetzen.
Jedoch ergeben sich oft Probleme aufgrund langwieriger Entscheidungsprozesse und unklarer Zuständigkeiten. Budgets für Employer Branding Maßnahmen sind häufig nicht klar zugewiesen, was zu einer ineffizienten Ressourcennutzung führen kann. Ein agiler Ansatz, insbesondere in Bezug auf die Neugestaltung der Teamstruktur und die Planung von Employer Branding Projekten, kann hier deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Employer Branding erfordert daher eine beschleunigte Umsetzung durch neue Führungsstrukturen, Budgetallokationen und klare Verantwortlichkeiten. Dies ermöglicht Unternehmen, flexibler auf die Anforderungen des Arbeitsmarktumfelds zu reagieren und eine starke Arbeitgebermarke zu etablieren.